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Göttingen Unfallschwerpunkte entschärfen
Die Region Göttingen Unfallschwerpunkte entschärfen
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18:41 23.08.2011
Von Britta Eichner-Ramm
Wird umgebaut: Kreuzung Kreuzbergring / Weender Landstraße / Güterbahnhofstraße.
Wird umgebaut: Kreuzung Kreuzbergring / Weender Landstraße / Güterbahnhofstraße. Quelle: SPF
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Göttingen

So steht noch in diesem Jahr ein Umbau der Kreuzung Weender Landstraße / Güterbahnhofstraße / Kreuzbergring bevor. Grund: 15 Unfälle mit Personenschaden wurden hier gezählt, zehn davon waren Linksabbiegeunfälle. Künftig sollen Linksabbieger eine separate Grün-Phase bekommen. Darüber hinaus sollen gleichzeitig die Radwege an neue Regelwerke und Forschungsergebnisse angepasst werden, erklärt Koss.

Konflikte beim Linksabbiegen gibt es laut Unfallstatistik auch am Knotenpunkt Groner Landstraße/Jheringstraße. Sieben Mal gab es hier Kollisionen mit dem Gegenverkehr. Außerdem: sieben Unfälle, bei denen Pkw und Radfahrer aneinander gerieten, zwei Rotlichtverstöße und drei Auffahrunfälle. Alles in allem wurden 19 Personen leicht und sieben schwerverletzt. Auch an dieser Kreuzung soll es künftig eine separate Linksabbieger-Phase geben. Dabei müsse jedoch, so Verkehrsplaner Koss, die grüne Welle weiter gewährleistet werden.

Eine sogenannte „gesicherte“ Führung von links abbiegenden Verkehrsteilnehmern, also eine eigene Grünfreigabe, könnte auch die Sicherheit an der Einmündung Bahnhofsallee in die Groner Landstraße bringen. Hier wurden sieben Unfälle mit zusammen sechs leicht Verletzten gezählt. Die städtischen Verkehrsplaner schlagen darüber hinaus hier einen „Göttinger-Doppelzebrastreifen“ stadtauswärts sowie einen regelmäßigen Rückschnitt der Begrünung vor, um die Sicherheit zu erhöhen.

Zahlreiche Unfälle mit Linksabbiegern gab es in der Vergangenheit auch an der Kreuzung Otto-Brenner-Straße / Robert-Bosch-Breite. Hier seien bereits eigene Linksabbiegephasen eingerichtet worden.

„Uneinheitlich“ sei das Unfallgeschehen am Knotenpunkt Groner Tor – einer der am stärksten frequentierten Kreuzungen der Stadt. Zwischen 2008 und 2010 nahm die Polizei hier 32 Unfälle auf, bei denen 27 Personen leicht und acht schwer verletzt wurden. Am häufigsten kommen sich Pkw- und Zweiradfahrer in die Quere, vier Mal krachte es, weil die Vorfahrt des Geradeausverkehrs missachtet wurde, und zwei Mal gab es Auffahrunfälle. Koss macht klar: „Veränderungen an der Schaltung der Lichtsignalanlagen sind nicht möglich.“

13 Mal krachte es im vergangenen Jahr an der Kreuzung Otto-Brenner-Straße / Hermann-Kolbe-Straße / Eisenbreite, darunter vier Unfälle in Folge der nachts ausgeschalteten Ampelanlage. Aufgrund der Verkehrssicherheit wurde die Nachtabschaltung an diesem Knoten wieder aufgehoben. Auch soll die Ampel an der Einmündung Lange Rekesweg in die Otto-Brenner-Straße künftig wieder nachts in Betrieb bleiben, kündigt Koss an.

Auch neue Ampelanlagen gibt es in Göttingen. In Folge eines tödlichen Verkehrsunfalls an der Kiesseestraße zum Beispiel wurde dort eine Lichtsignalanlage eingerichtet. Auch an der künftig verbreiterten Bundesstraße 27 im Bereich An der Lutter wird es neue Anlagen geben – so etwa in Höhe der Einmündung Am Papenberg, am Weender Krankenhaus und Neuer Botanischer Garten. Diese Ampeln fallen in den Zuständigkeitsbereich der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Ein Kreuzungskomplettumbau, bei dem auch die Signalanlagen erneuert und auf moderne LED-Technik umgerüstet werden, erfolgt durch die Stadt Göttingen zurzeit im Bereich Kreuzbergring / Nikolausberger Weg /  Düstere-Eichen-Weg /Nonnenstieg sowie an dem Knotenpunkt Kasseler Landstraße / Otto-Brenner-Straße / Siekhöhenallee. Ebenfalls komplett umgebaut wird die Ampelanlage an der Kaufpark-Zufahrt an der Otto-Brenner-Straße. Zwischen 2008 und 2010 zählte die Polizei hier sieben Kollisionen von Linksabbiegern mit dem Geradeausverkehr. Hier soll es künftig eine separate Phase für den Abbiegeverkehr geben.