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Göttingen Radfahren in Göttingen soll sicherer werden
Die Region Göttingen Radfahren in Göttingen soll sicherer werden
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00:25 05.04.2019
Der Radschnellweg verbindet den Göttinger Bahnhof mit dem Nordcampus der Universität. An zwei Kreuzungen allerdings passieren häufig Unfälle. Quelle: dpa
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Göttingen

Die Stadtverwaltung Göttingen will zwei Kreuzungsbereiche im Nordosten der Stadt umbauen lassen. Konkret geht es um die Knotenpunkte Robert-Koch-Straße/Goldschmidtstraße und Robert-Koch-Straße/Im Hassel/Hans-Adolf-Krebs-Weg. In den genannten Bereichen passieren vergleichsweise viele Unfälle; hier entlang verläuft der Radschnellweg. In einem Papier des Fachbereiches 61 der Stadtverwaltung (Planung) heißt es: „Insbesondere Unfälle mit Radfahrerbeteiligung sind an beiden Knotenpunkten vorherrschend.“ Ein Umbau der Kreuzungen sei notwendig, um die Lage zu entschärfen.

Am 4. April steht das Thema auf der Tagesordnung des Bauausschusses, der ab 16 Uhr im Neuen Rathaus zu einer Sitzung zusammenkommt. Das Gremium wird über den geplanten Umbau der Knotenpunkte beraten und darüber abstimmen.

Kreisverkehre ohne größeren Nutzen

In dem Beschlussvorschlag der Verwaltung ist festgehalten, dass es bereits Vorplanungen gegeben hat. So sei die Variante untersucht worden, Kreisverkehre zu realisieren. Die Unfallgefahr würde damit aber nicht geringer werden. Ein negativer Aspekt bei einem Umbau zum Kreisverkehr sei eine „Verschwenkung“ des Radschnellweges – im Gegensatz zur jetzt vorhandenen geradlinigen Linienführung. Außerdem würde der Radverkehr durch Fahrzeuge behindert, die in den Kreisverkehr einbiegen wollen und im Querungsbereich warten müssen.

Haltestelle soll verlegt werden

Aus diesen Gründen wird durch den Fachbereich Planung die Variante Kreisverkehre abgelehnt und die Alternative von Lichtsignalanlagen vorgeschlagen. Die seien zudem preiswerter als das Anlegen von Kreisverkehren. Die Ampeln sollen so geschaltet werden, dass der Radverkehr bevorzugt behandelt wird. Mit der Verlegung der derzeitigen Haltestelle Goldschmidtstraße hin zu einer Position südlich des Knotenpunktes solle eine weitere Gefährdungs- beziehungsweise Konfliktstelle ausgeräumt werden. Die Verlegung sei bereits mit den Göttinger Verkehrsbetrieben abgestimmt, heißt es.

Baukosten liegen bei über einer Million Euro

Die Baukosten werden nach aktuellem Stand rund 700 000 Euro für den Tiefbau sowie 310 000 Euro für die technische Ausrüstung betragen. Die Planungskosten liegen bei rund 96 000 Euro.

Die beiden Kreuzungen, meint das Mitglied des Stadtrates Francisco Welter-Schultes (Piratenpartei), sollten nicht isoliert betrachtet werden. Er will einen Antrag einreichen, der darauf abzielt, mit Hilfe von Markierungsarbeiten die Situation zu entschärfen. Unfallgefahren würden unter anderem deshalb entstehen, weil der gesamte Radverkehr aus dem Helleweg und dem Wohngebiet Stumpfe Eiche auf den Radschnellweg geführt wird. Radfahrer würden dann in schneller Geschwindigkeit – nämlich bergab – die „falsche“ Seite befahren. Radlern mit Ziel Innenstadt sollte auch auf der rechten Seite eine Spur angeboten werden, wohingegen für den Kraftfahrzeugverkehr eine Spur genüge.

Unfallschwerpunkte in der Robert-Koch-Straße

Robert-Koch-Straße/Goldschmidtstraße:

2016: ein Verkehrsunfall, dabei ein Radfahrer leicht verletzt 2017: sechs Verkehrsunfälle, davon zwei Radfahrer jeweils leicht verletzt

2018:sechs Verkehrsunfälle, davon ein Radfahrer schwer verletzt

Robert-Koch-Straße/Im Hassel/ Hans-Adolf-Krebs-Weg:

2016:zehn Verkehrsunfälle, davon fünf Radfahrer verletzt, ein Schwerverletzter

2017:acht Verkehrsunfälle, davon vier Radfahrer verletzt, zwei Schwerverletzte2018: fünf Verkehrsunfälle, davon zwei Radfahrer leicht verletzt

Quelle: Polizei Göttingen

Von Ulrich Meinhard

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