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Göttingen Uni-Kliniken Göttingen und Hannover arbeiten in der Krebsmedizin enger zusammen
Die Region Göttingen Uni-Kliniken Göttingen und Hannover arbeiten in der Krebsmedizin enger zusammen
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21:00 24.11.2019
Comprehensive Cancer Center Niedersachsen gegründet: Prof. Wolfgang Brück (Sprecher des Vorstandes UMG), Björn Thümler (niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur) und Prof. Michael M. Manns (Präsident MHH) (vorne v. l.). Prof. Volker Ellenrieder (Direktor des Universitätskrebszentrums Göttingen der UMG), Prof. Peter Hillemanns (Direktor des CCC Hannover) (hinten v. l.) unterzeichnen den „Letter of Support“. Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen / Hannover

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) haben den nächsten Schritt für die Versorgung in der Krebsmedizin für Niedersachsen getan: Am Mittwoch nahm das Comprehensive Cancer Center Niedersachsen (CCC-N) nach mehr als einjähriger Vorbereitungszeit seine Arbeit auf.

Ziel des niedersachsenweit agierenden Krebszentrums ist die Bündelung von interdisziplinärer Krebsforschung und besonderer Expertise in der Patientenversorgung. Um dieses Ziel zu verwirklichen, werden auch nicht-universitäre Versorgungseinrichtungen der Krebsmedizin in verschiedenen Städten über die Landesgrenzen hinweg eng einbezogen, heißt es im einer Mitteilung der UMG.

„Krebs ist längst keine anonyme Krankheit mehr, sondern trifft viele Menschen unvermittelt und hart. Daher ist es unsere Pflicht und Verantwortung, in Forschung, Lehre und Krankenversorgung die bestmöglichen Präventionsprogramme sowie eine optimale Versorgung für Patientinnen und Patienten aufzubauen. Die Gründung des CCC-Niedersachsen ist ein erster Meilenstein zur Verbesserung der Krebsmedizin in unserem Land“, sagte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) bei der Gründungsveranstaltung. Daher unterstütze das Wissenschaftsministerium den Aufbau des CCC-N mit einer Million Euro.

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„Auf hohem Niveau universitärer Medizin“

Prof. Wolfgang Brück, Sprecher des UMG-Vorstandes, ergänzte: „Die Gründung des CCC-Niedersachsen ist ein wichtiges Signal für alle Menschen in Niedersachsen. Sie gewinnen eine extrem hohe Expertise bei der Versorgung von Krebserkrankungen und das auf hohem Niveau universitärer Medizin.“

„Jeder Patient und jede Patientin in Niedersachsen und den angrenzenden Regionen soll wissen, dass sie bestmöglich versorgt werden, egal in welche Klinik sie kommen“, sagte Prof. Volker Ellenrieder, Sprecher des CCC-N und Direktor des Universitätskrebszentrum Göttingen der UMG. Um dieses Ziel noch besser zu erreichen, habe das CCC-N bereits eine „Qualitätsoffensive Krebsmedizin“ gestartet. Allein in Niedersachsen erkrankten jährlich rund 50.000 Menschen neu an Krebs. Ellenrieder betonte die Wichtigkeit, ein CCC zu etablieren. Die Universitätskliniken Göttingen und Hannover versorgten pro Jahr zusammen bis zu 30.000 Krebspatienten.

Krankenversorgung und Forschungsinitiativen

Das Comprehensive Cancer Center-Netzwerk wurde 2007 auf Initiative der Deutschen Krebshilfe ins Leben gerufen. Durch eine deutschlandweite, interdisziplinäre Zusammenarbeit sollen neue Erkenntnisse aus der Forschung effektiver und schneller für den klinischen Alltag verfügbar werden. Das neue standortübergreifende Zentrum bringt neben der Krankenversorgung auch gemeinsame Forschungsinitiativen auf den Weg „Wir legen darüber hinaus großen Wert auf die Forschung zur ganzheitlichen Krebsmedizin“, sagt Prof. Peter Hillemanns, Ko-Sprecher des CCC-N und Direktor des CCC Hannover.

Andrea Hahne, Patientenvertreterin des CCC Hannover und Mitglied im Fachausschuss „Krebs-Selbsthilfe / Patientenbeirat“ der Deutschen Krebshilfe, zeigte sich erfreut darüber, dass nun auch Einrichtungen aus Niedersachsen in dem Netzwerk aktiv werden: „So können wir Fortschritte in der onkologischen Forschung, Prävention und Patientenversorgung für alle Betroffenen einfacher zugänglich machen und profitieren andersherum von den Erkenntnissen anderer Klinken: Das ist ein Gewinn für die Onkologie in Deutschland.“

Von Michael Brakemeier

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