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Göttingen Uni-Medizin Göttingen einigt sich mit gekündigtem Geschäftsführer
Die Region Göttingen Uni-Medizin Göttingen einigt sich mit gekündigtem Geschäftsführer
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17:00 21.02.2019
Im mutmaßlichen Korruptionsfall von Mitarbeitern einer Tochterfirma der Göttinger Universitätsmedizin (UMG) ist jetzt ein erstes Verfahren vor dem Arbeitsgericht Göttingen mit einem Vergleich beendet worden.
Im mutmaßlichen Korruptionsfall von Mitarbeitern einer Tochterfirma der Göttinger Universitätsmedizin (UMG) ist jetzt ein erstes Verfahren vor dem Arbeitsgericht Göttingen mit einem Vergleich beendet worden. Quelle: dpa
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Göttingen

Die UMG hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe im vergangenen Dezember dem Geschäftsführer der für „infrastrukturelles Gebäudemanagement“ zuständigen Tochtergesellschaft gekündigt. Dieser hatte daraufhin eine Kündigungsschutzklage eingereicht. Ende Januar hatte zunächst die Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht stattgefunden, bei der allerdings keine Einigung erzielt wurde. Inzwischen hätten sich die Parteien verständigt, teilte ein Gerichtssprecher mit. Über den Inhalt des Vergleichs könne er keine Auskunft geben.

Bestechung, Bestechlichkeit, Untreue

Anlass für die außerordentliche Kündigung waren Ermittlungen der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte in Braunschweig. Diese hatte Ende November nach einem anonymen Hinweis Räumlichkeiten der UMG-Tochtergesellschaft sowie mehrere Privatwohnungen und Geschäftsräume in Göttingen und anderen Orten in Südniedersachsen und Thüringen durchsucht. Es bestehe der Anfangsverdacht des besonders schweren Falls der Bestechung und Bestechlichkeit sowie der Untreue, sagte ein Sprecher. Mitarbeiter der UMG-Tochterfirma stünden im Verdacht, gegen Schmiergelder und andere Vergünstigungen Aufträge an bestimmte Firmen vergeben zu haben. Außerdem soll der Ex-Geschäftsführer, der seit 2004 bei der UMG beschäftigt war, Firmeneigentum und Firmenpersonal für private Belange eingesetzt haben.

„Alles aus der Luft gegriffen“

In der Güteverhandlung hatten die UMG-Vertreter berichtet, dass anfängliche Versuche einer Einigung unter anderem daran gescheitert seien, dass der Kläger eine Abfindung von 300000 Euro gefordert habe. Dessen Anwalt erklärte damals, dass sein Mandant die Vorwürfe abstreite und „alles aus der Luft gegriffen“ sei.

Von Heidi Niemann

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