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Göttingen Uni-Präsidentin Beisiegel zur Debatte um Alten Botanischen Garten: „Er wird dauerhaft erhalten“
Die Region Göttingen Uni-Präsidentin Beisiegel zur Debatte um Alten Botanischen Garten: „Er wird dauerhaft erhalten“
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18:58 23.08.2013
Von Andreas Fuhrmann
„Mangelhafte Ausstattung“: Es gibt viel zu tun im alten botanischen Garten. Die Universität braucht Freiwillige für die Pflege. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Jetzt meldet sich Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel zu Wort – mit einem klaren Bekenntnis zu dem 1736 von Albrecht von Haller gegründeten Kleinod am Stadtwall: „Der Alte Botanische Garten ist Teil des Sammlungskonzeptes der Universität und wird sicher, wie alle unsere wertvollen Sammlungen, auf Dauer erhalten und wo nötig restauriert“, sagte sie gegenüber dem Tageblatt.

Alten Botanischen Garten stärker für Lehre und Öffentlichkeit nutzen 

Gerüchte, nach denen der Hallersche Garten planiert werden sollte, könne sie nicht bestätigen: „Es gab seitens der Universität zu keinem Zeitpunkt den Plan, Teile des Gartens einzuebnen“, betonte Beisiegel. Auch gebe es keine Pläne, den Alten Botanischen Garten in den Neuen zu integrieren.

„Allerdings“, so Beisiegel, „sollen Forschungsprojekte ganz überwiegend in den Neuen Botanischen Garten verlagert werden und der Alte Botanische Garten stärker für Lehre und Öffentlichkeit genutzt werden“. Richtig sei, dass die Fakultät die Universitätsleitung um Unterstützung zur Aufrechterhaltung des Alten Botanischen Gartens gebeten habe.

Probleme sind vorhanden

Denn Probleme gibt es, räumt Beisiegel ein, zum Beispiel was die Pflege anbelangt: „Die mangelhafte Ausstattung für den Alten Botanischen Garten ist mir bekannt und die aktuellen Planungen berücksichtigen dies. Die Universität wird auch in Zukunft auf die Unterstützung durch Freiwillige angewiesen sein, für die wir sehr dankbar sind.“

Zur Zukunft der in der öffentlichen Kritik stehenden Direktorin des alten botanischen Gartens, Elvira Hörandl, wollte sich Beisiegel hingegen nicht äußern. Nur so viel: Sie habe „Anfang September einen Termin mit Frau Prof. Hörandl und den Gärtnern“. Bei dem Treffen erfolge die weitere Abstimmung.

Kein Kommentar

Bleibt noch der neu gepflasterte Eingang an der Unteren Karspüle, an dem es ebenfalls Kritik gibt. Die möchte Beisiegel zwar nicht kommentieren. Aber, so die Uni-Präsidentin: Die Parkplätze dort stünden den Mitarbeitern der Universität und dem Café Botanik zur Verfügung. Es werde in Zukunft aber auch Anfahrtsmöglichkeiten und in geringem Umfang Parkmöglichkeiten für Besucher geben. „Die genaue Verteilung erarbeiten wir zurzeit.“