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Göttingen Suche nach Pächter bisher erfolglos
Die Region Göttingen Suche nach Pächter bisher erfolglos
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21:01 05.07.2019
Das Restaurantgebäude auf dem Gelände der Historischen Sternwarte der Universität Göttingen. Seit Ende 2018 stehen die Räume leer. Quelle: Frank Beckenbach
Göttingen

Das moderne Restaurant-Gebäude liegt direkt neben der Historischen Sternwarte. Doch es steht seit mehr als einem halben Jahr leer. Zum 31. Dezember 2018 hatte das „planea basic“ seine Tore geschlossen. Seitdem ist die Universität Göttingen auf der Suche nach einem Pächter.

424 Quadratmeter Restaurantfläche liegen neben der Historischen Sternwarte an der Geismar Landstraße in Göttingen brach ebenso wie die etwa 200 Quadratmeter große Terrasse. Hier hatte der bisherige Pächter eine Schankerlaubnis bis 22 Uhr. Im Restaurant stehen zwei Speiseräume, Küche und Nebenräume zur Verfügung. Der Zugang, die Toiletten und die Gasträume sind barrierefrei zu erreichen.

Mehrere Interessenten

Noch konnte kein geeigneter Nachfolger für den Betrieb eines Restaurants gefunden werden. „Wir sind zurzeit mit mehreren Interessenten im Gespräch. Wichtig bei der Auswahl ist vor allem ein möglichst überzeugendes Konzept“, sagt der Sprecher der Georg-August-Universität, Romas Bielke.

Weil Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel mit dem Konzept des Restaurants unzufrieden war, endete die Zusammenarbeit mit dem „planea basic“ und Geschäftsführer Olaf Feuerstein. „Der Vertrag wurde zum 31. Dezember 2018 im beiderseitigen Einvernehmen nicht verlängert“, sagt Bielke. Das könne man so darstellen, entgegnet Feuerstein, weist aber daraufhin, dass er von der Universität eine Kündigung zum November 2019 bekommen habe, weil er den Betrieb nach seinen und nicht den Vorstellungen der Präsidentin führen wollte.

Ganztägige Öffnung angestrebt

„Die Vorstellungen der Präsidentin haben die Wirtschaftlichkeit des Restaurants komplett in Frage gestellt. Aus diesem Grund haben wir uns dann auf einen Auslösungsvertrag zum 31. Dezember 2018 geeinigt“, erklärt Feuerstein, der im Mai 2010 das Restaurant „Planea“ in dem Neubau auf dem Gelände der Sternwarte eröffnete.

„Die Universität sieht in den Räumen Gastronomie mit einer möglichst ganztägigen Öffnung im Sinne eines Bistros, das sich mit seinem Speisen- und Getränkeangebot an altersübergreifende Zielgruppen richtet“, sagt Bielke zum gewünschten Konzept. „Auch das lockere Treffen zu einem Snack soll möglich sein, damit auch Studierende eine Chance haben, sich an der Sternwarte zu treffen.“

Wer erhält den Zuschlag?

Doch so ganz einfach scheint die Verpachtung mit diesen Auflagen nicht zu sein. „Das ist eine sehr attraktive Räumlichkeit“, sagt auf Nachfrage Sternekoch Daniel Raub, der das Restaurant „Augusta“ am Wilhelmsplatz und die „Genießer-Stube“ im Landgasthaus Biewald in Friedland betreibt. Doch Raub hat „leider keine weiteren Kapazitäten frei“.

Nicht die einzige Absage, die die Universität nach Tageblatt-Informationen bekam. Die Gastronomen, meist gut vernetzt, informieren sich in der Regel bei ihrem Unternehmerverband für das Gastgewerbe über Chancen und Risiken eines Projektes. Das ist der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Niedersachsen (DEHOGA), dessen Kreisverband Göttingen-Duderstadt den Vorsitzenden Olaf Feuerstein hat.

„Zu eventuellen Bewerbern können wir leider keine Auskunft geben“, sagt Universitätssprecher Bielke. So bleiben nach Tageblatt-Informationen, zwei Interessenten übrig. Silvia Thunert, verantwortlich für das Catering im Club Savoy, und die Firma Goldkorn. Goldkorn-Geschäftsführer Lars Watermann erklärt, „dazu kann ich derzeit nichts sagen, da das Verfahren ja noch läuft“. Und Thunert berichtet: „Wir haben der Universtät eine interessante Offerte gemacht und sind gespannt, ob wir den Zuschlag erhalten. Sollten wir mit unserem Projekt leer ausgehen, werden wir uns in Göttingen anderweitig umschauen.“

Von Frank Beckenbach

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