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Göttingen Universitätsklinikum Göttingen: Zwei Feuerwehren proben den Ernstfall
Die Region Göttingen Universitätsklinikum Göttingen: Zwei Feuerwehren proben den Ernstfall
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21:52 29.06.2015
Unangekündigte Übung an der Eingangsgrube des derzeit im Bau begriffenen Entwässerungskanals.
Unangekündigte Übung an der Eingangsgrube des derzeit im Bau begriffenen Entwässerungskanals. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Das Übungsszenario bestand aus der Rettung einer Person, die aus einer Höhe von fünf Metern in den Schacht gestürzt ist.

Das Rettungsteam musste sich um die Traumadiagnostik kümmern, den Kreislauf stabilisieren und eine Wunde am Unterschenkel versorgen, der laut Plan durch ein Metallteil durchstoßen wurde. Frank Gloth, Leiter der Feuerwache am Klinikum, zeigte sich zufrieden, dass die komplette Versorgung des Patienten bereits 18 Minuten nach der Alarmierung sichergestellt war.

Im Anschluss an die notärztliche Erstversorgung wurde der Patient dann – in Form eines Dummies – mit einem Drehleiterwagen aus der Grube gehoben. Gloth war mit der Leistung der Retter sehr zufrieden: „Die Übung hat gezeigt, dass die Feuerwachen sehr gut zusammengearbeitet haben. Der Ablauf verlief ruhig, ohne Hektik und sehr gezielt.“ Die Übung konnte bereits 27 Minuten nach der Alarmierung um 8.43 Uhr beendet werden.

Das Szenario wurde nicht zufällig gewählt: Zwar soll der Schacht in Kürze verschlossen werden, allerdings rechnen die Einsatzkräfte in der Zukunft mit einem gesteigerten Risiko für vergleichbare Unfälle: „Wir werden hier am Uniklinikum demnächst weitere Großbaustellen haben.

Da ist es notwendig und sinnvoll, wenn wir schon heute unter diesen schwierigen Bedingungen wie der Tiefe eines Bauschachtes solche Notfallübungen durchführen können“, sagte Übungsleiter und Organisator Thomas Barke, stellvertretender Zugführer an der Feuerwache am Klinikum. Beteiligt waren rund 30 Feuerwehrleute der Wachen am Klinikum und am Schlesierring, zehn Fahrzeuge kamen insgesamt zum Einsatz.

„Sturz aus großer Höhe“ – diese Alarmierung hat  rund 30 Rettungskräfte der Feuerwachen am Universitätsklinikum und der Stadt am Montagmorgen an die Baustelle vor dem Klinikum geführt. © Theodoro da Silva

Von Jonas Rohde