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Göttingen Rodungen und Radwegsperrung für neues Bettenhaus
Die Region Göttingen Rodungen und Radwegsperrung für neues Bettenhaus
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18:46 23.11.2017
Bauingenieurin Stefanie Sievert( li.) und ihre Kollegin Jana Henning erläutern die Planung für das neue Bettenhaus. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Seit Oktober liegt die Baugenehmigung vor, am kommenden Montag beginnen die Vorbereitungen für den Bau des neuen Bettenhauses an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

Zunächst, so erklärte Stefanie Sievert vom Baumanagement der UMG am Donnerstag, stehen ab Montag Rodungs- und Baumfällarbeiten auf dem Gelände an. Gleichzeitig wird dann in den nächsten Wochen auch der Bauzaun rund um das Gelände errichtet. Das neue Bettenhaus soll auf dem freien Grundstück zwischen dem Robert-Koch-Wohnheim (Roko) des Studentenwerks und dem heutigen Bettenhaus der UMG errichtet werden. Sievert rechnet mit rund einem Jahr für die Baufeldarbeiten. Erst, wenn alle vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen sind, könne die Baugrube ausgehoben werden. Unter anderem müssen Leitungen verlegt und vor allem Baustraßen eingerichtet werden. Dafür sei es unter anderem nötig, den „Erwin-Baur-Weg“, den Radweg am Roko entlang, zu sperren. Der Fuß- und Fahrradweg führt am ehemaligen Teich von der Robert-Koch-Straße zur von-Siebold-Straße. „Auch die von-Siebold-Straße muss ertüchtigt werden“, sagt Sievert. Sie werde im kommenden Jahr so umgebaut, dass die schweren Baufahrzeuge anschließend darüber die Großbaustelle anfahren können ohne die Straße zu zerstören. Weil die Baustraße auch über die unterirdische Verbindung der UMG zur Psychiatrie in der Von-Siebold-Straße verläuft, muss auch diese Verbindung zunächst stabilisiert werden. Wie Jana Henning vom Baumanagement erklärt, müsse zudem auch der Fahrradweg entlang der Zufahrt von der Robert-Koch-Straße zum Klinikum verlegt werden. Er soll während der Bauarbeiten nördlich statt südlich der Auto-Zufahrt verlaufen.

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Skizze des UMG-Baufeldes Quelle: r

Das neue Bettenhaus wird eine Grundfläche von 8200 Quadratmetern haben, die Bruttofläche beträgt gut 53000, die Nutzfläche rund 24000 Quadratmeter. In sechs Vollgeschossen, einem Untergeschoss und einem so genannten Staffelgeschoss auf dem Dach - für die technischen Versorung - werden unter anderem 624 Patienten-Betten untergebracht.

Der Beginn des eigentlichen Baus ist Anfang 2019 vorgesehen, die erste Nutzung ist 2023 geplant. “Das ist ein sehr, sehr, sportliches Ziel”, so Sievert. Für das Bettenhaus, den so genannten Bauabschnitt 1a, hat das Land Niedersachsen 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Noch sei kein Generalunternehmer für den Bau beauftragt worden. Nur die vorgezogenen Vorbereitungsmaßnahmen laufen jetzt an. Parallel läuft auch die Planung für den angrenzenden OP-Neubau - den Bauabschnitt 1b. Die UMG-Verantwortlichen hoffen, nun auch dafür schnell grünes Licht zu bekommen, um die Baustelle nicht noch einmal einrichten zu müssen. “Wir warten auf die Entscheidung aus Hannover, ob wir beide Bauabschnitte zusammen ausschreiben können”. Ideal, so Sievert weiter, wäre es, wenn ein Jahr vor Fertigstellung des Bettenhauses auch der Bau des Op-Traktes beginnen könnte. “Wir fahren zweigleisig in der Planung”, sagt sie.

Der OP-Neubau ist Teil des Generalentwicklungsplanes der UMG. Die Notwendigkeit, dass die Klinik dringend saniert werden muss, ist unstrittig. Deshalb hat die vorherige rot-grüne Landesregierung in Hannover ein 2,1 Milliarden Euro umfassendes Sondervermögen für die Sanierung der beiden Landes-Unikliniken in Göttingen und Hannover beschlossen. Derzeit wird darüber diskutiert, wie das Mammutprojekt organisiert wird. Die UMG will dafür eine eigene Baugesellschaft gründen.

Von Britta Bielefeld

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