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Göttingen Unmut über Kahlschlag der Bahn bei Rosdorf
Die Region Göttingen Unmut über Kahlschlag der Bahn bei Rosdorf
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21:13 20.01.2015
Von Matthias Heinzel
Wütend über den Kahlschlag an der Bahnlinie: Manfred Brohr und Hermann Merkord. Quelle: Heinzel
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Rosdorf

An einer Stelle richtete offenbar das schwere Abholzgerät zudem Schäden am vielbefahrenen Fuß- und Radweg an.

Durch Löcher, loses Gestein, Querrinnen und Pfützen, beschwert sich Manfred Brohr, der als Radfahrer gern den Verbindungsweg nutzt, seien in Höhe der Kleingartenanlage „starke Gefahrenquellen“ entstanden. Gerade bei Dunkelheit sei die Benutzung des Weges jetzt ein Problem.

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Aufgrund seiner Bedenken, auch wegen der „massiven“ Beseitigung „aller Bäume und Sträucher“, hat Brohr jetzt die Bahn um Stellungnahme gebeten. Außerdem schaltete er den Bund für Umwelt und Naturschutz (Bund) ein. Dessen Göttinger Geschäftsstellenleiter Hermann Merkord sah sich die Kahlschnitte jetzt an.

Verkehrsicherungspflicht

Der Naturschützer, empfiehlt der Bahn, vor einem solchen Kahlschlag die Naturschutzverbände einzubeziehen und sich den Sachverhalt gemeinsam vor Ort anzusehen, „um zu entscheiden, was kann weg und was nicht“. Eine behutsamere Entfernung der Vegetation sei auch deshalb sinnvoll, weil Bäume und Sträucher vor Lärm und Staub in Wohngebieten in der Nähe schützten.

Gegenüber dem Tageblatt nahm die Deutsche Bahn keine detaillierte Stellung zu den Vorwürfen Brohrs und Merkords. Bahn-Sprecherin Sabine Brunkhorst erklärte allerdings allgemein, dass die Bahn für Verkehrssicherheit zu sorgen habe und daher verhindern müsse, dass Bäume auf die Schienen stürzen können.

Bahn-Grundstücke entlang von Schienentrassen würden regelmäßig auf mögliche Gefahren kontrolliert und entsprechende Rückschnitt-Maßnahmen eingeleitet. Auf Privatgrundstücken könne die Bahn hingegen nichts direkt ausrichten, die Gefahr von hohen Schadensersatzforderungen bei Unfällen bringe so gut wie alle Grundstücksinhaber dazu, kein Risiko einzugehen und notfalls Bäume zu fällen.