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Göttingen Auf den Spuren des Wassers
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20:29 22.03.2017
Thomas Reichardt, Laborleiter der Göttinger Kläranlage, führte die Gäste über das Gelände und erklärte genau, wie aus schmutzigem Abwasser am Ende wieder klares Wasser wird. Quelle: Richter
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Göttingen

Thomas Reichardt, Laborleiter der Göttinger Kläranlage, führte die Gäste über das Gelände und erklärte genau, wie aus schmutzigem Abwasser am Ende wieder klares Wasser wird, das in die Leine geleitet werden kann.

Etwa 180000 Menschen seien an die Leitungen der GEB angeschlossen, sagte Reichardt. Das Einzugsgebiet reiche im Norden bis nach Lenglern und im Süden bis an die Landesgrenze. Über ein 1300 Kilometer langes Kanalsystem würden derzeit jeden Tag etwa 35000 Kubikmeter Wasser, also 35 Millionen Liter, in das Klärwerk geleitet werden.

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Weltwassertag in der Kläranlage

 Als erstes erfolge dann das Herausfiltern grober Bestandteile. Einige davon seien Küchenabfälle und anderer Müll, der nichts in der Toilette verloren habe, erklärte Reichardt. Dazu gehörten auch Plastikwattestäbchen, die oft durch die Filter gingen, und so letztendlich in die Natur gelangten. Anschließend werde das Wasser von unlöslichen Stoffen wie Sand und Schlamm mechanisch befreit. Nachdem es biologisch und chemisch gereinigt wurde, könne es am Ende wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden.

Zwei Drittel der Energie, die für diesen aufwendigen Prozess benötigt werde, produziere die Anlage durch Faulgase selbst, so Reichardt. „Wir verbrauchen täglich so viel Energie wie vier Familien durchschnittlich in einem ganzen Jahr.“ Auch das sei ein Grund, sorgsam mit Wasser umzugehen.

Der Meinung war auch Edelgard Krone. „Wir gehen oft sehr gedankenlos mit dieser Ressource um“, sagte die Besucherin. Sie wolle darum auch mit ihren Freunden über das reden, was sie bei der Führung gelernt habe, und sie für einen bewussteren Umgang mit Wasser sensibilisieren. mze