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Göttingen Verbraucherzentrale droht das Aus
Die Region Göttingen Verbraucherzentrale droht das Aus
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11:12 08.03.2012
Von Matthias Heinzel
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Göttingen

Zwar macht dieser Betrag nur 1,5 Prozent der Einnahmen der örtlichen Beratungsstelle aus. Die Streichung könne also nicht zur Gefährdung der Einrichtung führen, erklärt Olaf Weinel, Geschäftsführer der niedersächsischen Verbraucherzentralen. Aber: Weil die Förderung der Verbraucherzentralen durch das Land Niedersachsen von einer kommunalen Mitfinanzierung abhängig ist, droht nach dem Verlust der städtischen Förderung die automatische Streichung der Landesmittel.

Die Kosten der Verbraucherberatung (Beratungsstelle mit Fachpersonal, Sachausstattung und andere Posten) werden zwar wesentlich von der institutionellen Landesförderung gedeckt, sagt Weinel. Laufende Kosten wie die Miete im Papendiek hingegen hingen von der Kommunalförderung ab. Ohne Landesmittel aber wäre die Schließung der Beratungsstelle unvermeidlich, erklärt Weinel: „Es wäre höchst bedenklich für die Stadt, wenn sie mit dem Zukunftsvertrag zwar von Schulden entlastet wird, andererseits aber die für sie jetzt kostengünstige Verbraucherberatung wegen 3000 Euro Einsparungsbeitrag verliert.“ Das Land werde nicht einspringen.

Die Stadt hingegen betont, in ihren Unterlagen keinen einzigen Hinweis auf eine derartige Verknüpfung von kommunalem Zuschuss und Landesförderung zu haben. Stadt-Sprecher Detlef Johannson: „Deshalb konnten wir zu Recht davon ausgehen, dass die Streichung des städtischen Zuschusses von 4000 Euro angesichts von Bundes- und Landesmitteln in Höhe von 191 500 Euro und von eigenen Einnahmen der Verbraucherberatung von etwa 50 000 Euro nicht zu einer Gefährdung der Beratung führt.“ Die Information über die Abhängigkeit der Landeszuschüsse von einer kommunalen Förderung habe die Verbraucherberatung der Stadt erst nach der Veröffentlichung der Sparvorschläge mitgeteilt.

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