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Göttingen Verdi: Vorwürfe gegen Asklepios
Die Region Göttingen Verdi: Vorwürfe gegen Asklepios
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19:07 24.05.2013
Von Matthias Heinzel
Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Verdi-Fachfrau Julia Niekamp: „Bereits seit 2012 mahnen Betriebsrat und Verdi die Erfüllung von Personalvorgaben an.“

Um die Einhaltung der Personalvorgaben und anderer Auflagen aus dem Kaufvertrag mit dem Land Niedersachsen „verlässlich“ prüfen zu können, hat die Gewerkschaft die niedersächsische Landesregierung aufgefordert, gegenüber dem Betriebsrat und Verdi „den Kaufvertrag vollständig offenzulegen“.

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Außerdem will Verdi von Asklepios wissen, „ob es stimmt, dass ein Personalabbau von jetzt etwa 11 00 tariflich Beschäftigten auf unter 750 geplant ist. Ob es stimmt, dass zeitnah bereits ein Abbau von 150 Stellen ansteht.“

Allgemein werde „derzeit fast ausschließlich befristet eingestellt“ erklärt Niekamp: „Immer wieder werden offenbar befristete Arbeitsverträge trotz anderslautender mündlicher Zusagen dann plötzlich nicht verlängert.“

Um ihre Forderung nach Offenlegung des Kaufvertrages zu unterstützen, hat die Gewerkschaft zudem eine Unterschriftenaktion gestartet.

„Ein politischer Fehler“

Asklepios-Sprecher Rudi Schmidt weist die Angaben von Verdi zurück: „Die Behauptungen von Verdi sind aus unserer Sicht offenkundig frei erfunden, denn einerseits sind die genannten Zahlen falsch, und andererseits plant Asklepios, langfristig in den Psychiatrien das Fachpersonal durchschnittlich um bis zu zwei Prozent pro Jahr zu erhöhen.“

Unterdessen nimmt auch der Göttinger Grünen-Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin Stellung zu Asklepios: „Es ist ein seltsames Vorgehen, wenn Asklepios versucht, unliebsame Berichterstattung über die Asklepios-Kliniken Göttingen mit fragwürdigen Mitteln zu verhindern. Dies nährt Zweifel, ob nicht die von Mitarbeitern und Patienten erhobenen Vorwürfe zutreffend sind.“

Jetzt müsse geklärt werden, ob sich Asklepios an alle Bedingungen gehalten habe. Trittin weiter: „Der 2007 erfolgte Verkauf und die Privatisierung der Landeskrankenhäuser waren von Anfang an ein politischer Fehler.“

Schwarz-Gelb hat die Kliniken „verscherbelt“ und „handwerkliche Fehler auch zu Lasten der Qualitätsstandards in der Patientenversorgung gemacht“.

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