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12:36 12.09.2019
Ernähren sich von Essensresten: die Stadttauben in der Göttinger Fußgängerzone. Quelle: Blobel
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Göttingen

Rund um das Gänseliesel sind sie häufig anzutreffen – die Stadttauben. Sowohl die Tiere als auch der gleichnamige Göttinger Verein, der sich dem Wohl dieser Vögel verschrieben hat. Die Vereinsmitglieder versuchen einmal im Monat mit einem Informationsstand am Alten Rathaus, die Menschen zum Thema Stadttauben zu sensibiliseren.

Allein nicht überlebensfähig

Diese Vögel sind verwilderte Haustiere und nicht zu verwechseln mit den größeren Ringeltauben, so Jan Mücher, Vorsitzender des Vereins Göttinger Stadttauben. Das heißt, so fährt er fort, sie seien alleine nicht überlebensfähig. Während die wilden Tauben in Bäumen brüten und dort genug Nahrung finden, würden Stadttauben Gebäude bevorzugen und sich von den Fastfood-Resten der Menschen ernähren, erklärt Mücher. Diese Fehlernährung verursache den ätzenden und schmierigen Kot der Tiere. Unter anderem mache dieser Dauerdurchfall die Tiere krank. Bei der Versorgung verletzter und erkrankter Tiere, sei es wichtig, die Körnerfresser vor allem mit passender Nahrung zu versorgen.

Vorkenntnisse nicht erforderlich

Genau für diese Pflege sucht der Verein nun helfende Hände. „Als Krankenstation haben sich Katzenboxen, die mit Haushaltstüchern ausgelegt sind, bewährt“, erklärt Anette Neugebauer, Gründungsmitglied des Vereins. Aus eigener Erfahrung weiß sie zu berichten, dass Reinigung und Fütterung nicht mehr als zehn Minuten pro Taube in Anspruch nehmen. Vorkenntnisse müssen die Helfer nicht haben, der Verein übernehme das Anlernen und die anfallenden Kosten, betonen Neugebauer und Mücher.

Fahrer werden ebenfalls benötigt, da häufig Tierärzte in Duderstadt aufgesucht würden. „Mir macht der Umgang mit Tieren Spaß, vor allem weil ich mich bei den Stadttauben am Erfolg der Pflege erfreuen kann“, sagt Neugebauer. „Mit 50 Tieren in der Pflege, haben wir bereits 25 Prozent mehr als im gesamten letzten Jahr und benötigen dringend Menschen, die bereit sind zu helfen“, stellt Mücher heraus und erklärt: „Wir hatten anfangs keine Erfahrung mit der Versorgung verletzter Tiere und haben uns Unterstützung beim Taubennetzwerk Hannover geholt.“

Brutplätze und Nahrung anbieten

Vereinsziel sei die Einrichtung und der Betrieb von Taubenschlägen. Den Tieren sollen damit geeignete Plätze zur Verfügung gestellt werden. Ein passendes Nahrungs- und Brutplatzangebot sorge für eine häufiges Aufsuchen und längeres Verweilen der Tauben in diesen Zufluchtsstätten. Durch die Fütterung mit Körnern und Samen würde der Taubenkot weniger aggressiv und ähnele eher Hasenkötteln. Zudem könne ein Teil der Taubeneier durch Gipsattrappen ersetzt und dadurch die Population kontrolliert werden, legt Mücher dar und ist sich sicher, dass dies zu einer drastischen Reduzierung der Belastung durch Taubenkot führen könne. „Unser Stadttaubenkonzept hat im Umweltausschuss der Stadt Göttingen über Fraktionen hinweg Unterstützung, da es sowohl dem Tierwohl als auch der Stadthygiene dienlich ist“, sagt der Vorsitzende.

Unterstützer können sich beim Vereinsvorsitzenden melden

Um das Wohl der Menschen und Tiere dieser Stadt zu verbessern, werden Unterstützer gesucht. Vorschläge und Möglichkeiten zum Einrichten von Taubenschläge werde der Verein gern aufnehmen. Momentan habe die Fürsorge für die zahlreichen pflegebedürftigen Tauben absolute Priorität, gibt Mücher hilfsbereiten Mitstreitern mit auf den Weg. Wer dem Verein betreten will oder auch ohne Mitgliedschaft unterstützen möchte, kann sich mit dem Vorsitzenden Jan Mücher unter goettinger-stadttauben@gmx.de oder der Telefonnummer 0151 / 4645 7052 in Verbindung setzen.

Von Frank Blobel

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