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Göttingen 15-Jährige vergewaltigt: Bundesgerichtshof bestätigt Urteil gegen Ex-Studenten
Die Region Göttingen 15-Jährige vergewaltigt: Bundesgerichtshof bestätigt Urteil gegen Ex-Studenten
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17:00 30.01.2019
Das Urteil gegen einen ehemaligen Studenten aus Göttingen, der eine 15-Jährige sexuell bedrängt hatte, ist vom BGH bestätigt worden. Quelle: dpa
Göttingen

Ein früherer Student der Universität Göttingen hat vor dem Bundesgerichtshof (BGH) eine Niederlage erlitten. Der heute 23-Jährige hatte dort Revision gegen ein Urteil des Landgerichts Göttingen eingelegt. Das Gericht hatte ihn im Juni 2018 wegen Vergewaltigung und Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Die Kammer befand ihn für schuldig, im Dezember 2016 eine 15-Jährige in der Göttinger Innenstadt derart sexuell bedrängt zu haben, dass der Tatbestand der Vergewaltigung erfüllt sei. Der 23-Jährige wollte die Entscheidung nicht hinnehmen und legte Rechtsmittel ein. Der BGH hat jetzt seine Revision als unbegründet verworfen. Damit ist das Urteil rechtskräftig (Aktenzeichen 5 StR 537/18).

Der Angeklagte hatte Anfang Dezember 2016 abends nach einem Besuch des Weihnachtsmarktes die ihm unbekannte 15-Jährige in der Göttinger Innenstadt angesprochen, auf eine Bank gezogen und sexuell bedrängt. Während seines massiven Übergriffs hatte er sie außerdem mehrfach gewürgt und ihr in den Hals und in die Zunge gebissen. Nach rund einer Viertelstunde ließ er kurz von ihr ab, weil er eine Nachricht auf seinem Handy bekommen hatte. Die in panischer Angst befindliche 15-Jährige nutzte diesen Moment, um sich zu befreien und wegzulaufen. Nachdem sie zunächst einige Zeit völlig verängstigt durch die Stadt gelaufen war, entdeckte sie den Angeklagten in einem Schnellimbiss. Sie rief die Polizei, wenig später nahmen die Beamten den 22-Jährigen fest.

Der Angeklagte hatte in dem Prozess angegeben, dass er betrunken gewesen sei und sich an nichts erinnern könne. Später räumte er ein, dass die Schilderungen der 15-Jährigen zutreffend sein könnten. Nicht zuletzt dieser Sinneswandel sowie sein Angebot eines Schmerzensgeldes von 5000 Euro bewog das Gericht dazu, eine Bewährungsstrafe zu verhängen und ihm den Gang ins Gefängnis zu ersparen. Der Student hatte nach dem Vorfall einen Kurs in einer Suchtberatungsstelle absolviert und sein Studium im Fach Soziale Arbeit abgebrochen, weil er mit einer solchen Strafe keine Chance auf eine Stelle hätte.

Von Heidi Niemann

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