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Göttingen Zietenterrassen leiden unter Durchgangsverkehr
Die Region Göttingen Zietenterrassen leiden unter Durchgangsverkehr
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11:06 30.03.2019
Haupstraße in Geismar. Quelle: Christoph Mischke
Geismar

Probleme mit Schleichverkehren östlich und westlich der stark befahrenen Ortsdurchfahrt – Hauptstraße und Geismar Landstraße – haben den Ortsrat Geismar am Donnerstag beschäftigt. Mehrere Bürger, die auf den Zietenterrassen wohnen, machten während der Einwohnerfragestunde ihrem Ärger Luft. Immer mehr Autofahrer aus dem südöstlichen Einzugsbereich der Stadt wählten den wesentlich längeren, dafür aber freien Weg durch ihr Wohngebiet Richtung Klinikum und zurück. Von der Steinmetzkurve am Ortseingang ginge es Am Kalten Born und der Charlottenburger Straße entlang über Schöneberger auf die Grete-Henry-Straße. Dann verteile sich der Verkehr auf Hannah-Vogt- und Ehrengard-Schramm-Straße, um auf der Von-Ossietzky-Straße wieder zusammenzufließen.

400 Bewohner der Zietenterrassen protestieren

Anwohnerin Josephine Neumann hat bereits 400 Unterschriften gestresster Anwohner gesammelt und dem städtischen Mobilitätsausschuss überreicht. Viele Autofahrer hielten sich nicht an vorhandene Tempo-20- und Tempo-30-Regelungen, führte sie aus. Das mache Eltern Angst, deren Kinder die vielen Kindertagesstätten und Schulen entlang des Schleichwegs besuchten. Es sei bereits zu Unfällen gekommen.

Verkehrslärm auf den gepflasterten Straßen ist besonders laut

Als „unerträglich“ empfinden Bürger den Verkehrslärm insbesondere im Bereich gepflasterter Straßen, über die der Durchgangsverkehr oft mit mehr als 50 Kilometern pro Stunde rolle. Ein Anwohner berichtete, dass auf seiner Terrasse selbst sonntags ein Lärm „wie an einer Autobahnraststätte“ herrsche.

Geschwindigkeitsanzeigen und Blitzer

Die anwesenden Bürger versprechen sich wenig vom Einsatz von Geschwindigkeitsanzeigen. Selbst das vorübergehende Blitzen von Schnellfahrern trägt ihrer Einschätzung nach „nur zeitweise“ zu einer Verkehrsberuhigung bei. Neumann regte an, die Geschwindigkeitsbeschränkungen besser auszuschildern. Entlang der breiten Grete-Henry-Straße lasse sich eventuell ein Parkstreifen ausweisen. Das verenge die Fahrbahn. Autofahrer nähmen den Fuß vom Gaspedal. Zudem würde so das Problem mit Falschparkern gelöst. Sie stellten derzeit ihre Fahrzeuge so auf die Bürgersteige, dass diese mit Kinderwagen oft nicht mehr zu passieren seien.

Sperrung der Grete-Henry-Straße für den Durchgangsverkehr

Der Ortsrat überlegte, die Grete-Henry-Straße ganz für Durchgangsverkehr zu sperren. An der Grete-Henry- Ecke Hannah-Vogt-Straße gebe es bereits einen versenkbaren Mittelpfosten. Auch eine Einbahnstraßenregelungen sei denkbar. Die Verwaltung soll dazu nun Stellung nehmen.

Schleichverkehr westlich der Ortsdurchfahrt

Abgelehnt hat die Stadt erneut Wünsche des Ortsrats, Schleichverkehre westlich der Ortsdurchfahrt im Bereich Am Rischen, Kampstraße und Auf dem Paul zu unterbinden. Aus Sicht der Verwaltung rechtfertigt weder die Zahl von 150 Fahrzeugen in der Stunde, noch die Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 Kilometern pro Stunde, bauliche Maßnahmen wie Pflasterkissen oder Fahrbahnversatz.

Von Michael Caspar

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