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Göttingen Vernetzungstreffen der extremen Rechten
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20:17 22.10.2018
„Karnickelfangschlag“ von „Thügida“-Neonazis gegen Thüringens AfD-Chef Bernd Höcke. Quelle: Foto: dpa
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Bornhagen

Die angekündigte Demonstration gegen den ultrarechten Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke war nie wirklich geplant, sondern von vornherein als „Fake“ geplant. Das jedenfalls behaupten die drei Neonazis von Thügida, Jens Wilke, David Köckert und Alexander Kurth, in einem Video auf der Facebook-Seite „Wir lieben Sachsen / Thügida“.

Damit sagt der Friedländer Wilke, EU-Spitzenkandidat der rechten Republikaner, zum zweiten Mal innerhalb von einem halben Jahr eine bei den Versammlungsbehörden angezeigte Demonstration ab, bei der er entweder als Anmelder oder Versammlungsleiter in Erscheinung treten wollte. Ohne Angaben von Gründen war der im April in Göttingen geplante Aufmarsch der Neonazi-Kleinstpartei „Die Rechte“ mit Wilke als Versammlungsleiter ebenso abgesagt worden wie nun die „Fake“-Demo in Höckes Wohnort Bornhagen, die Wilke und Köckert beim Landkreis Eichsfeld am Dienstag angezeigt hatten. In beiden Fällen, vor allem aber in Göttingen, mit erheblichen Kosten- und Personalaufwand bei der Polizei.

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Höcke selbst hatte am Sonntag auf die Demoankündigung reagiert. Vor sein Haus stellte er ein Transparent mit der Aufschrift „Bornhagen sagt Nein zu allen Extremisten – Björn Höcke“ auf. Auf Facebook stellte er zudem seine Sicht der Dinge dar und wertete die Absage der Thügida-Demo als seinen Erfolg.

Reaktionen auf Twitter auf die Demo-Absage 

Man habe Höcke mit der bloßen Ankündigung einer Demo zeigen wollen, „wo der Hammer“ hängt und ihm einen „Karnickelfangschlag“ geben wollen (Köckert) und „gewisse Menschen unter Druck setzen“ (Wilke). Höcke hatte sich auf dem AfD-Landesparteitag von Thügida distanziert und sich deren Zorn zugezogen.

Ungeachtet dessen haben andere AfD-Mitglieder, schenkt man den Aussagen des Neonazi-Trios Wilke, Köckert, Kurth trotz ihrer „Fake“-News aus der vergangenen Woche weiterhin Glauben, keine Berührungsängste.

Vernetzungstreffen in Leipzig

Bei einem „Vernetzungstreffen“ der extremen Rechten am Sonnabend in Leipzig seien außer Mitgliedern von Bürgerinitiativen, NPD und Die Rechte auch AfD-Mitglieder anwesend gewesen, so Köckert. Bei dem Treffen sei zwischen dem 12. und 19. Dezember ein Veranstaltungsmarathon „in allen Bundesländern“ und „roten Hochburgen“ geplant worden.

Von Michael Brakemeier

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