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Göttingen Vertrag über 20 Jahre für Rohbiogaslieferung
Die Region Göttingen Vertrag über 20 Jahre für Rohbiogaslieferung
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20:06 08.11.2010
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Jetzt solle eine knapp acht Kilometer lange Leitung zwischen der Biogasanlage und dem Heizkraftwerk der Stadtwerke an der Godehardstraße gebaut werden, sagte Reinhard Kraft von den Stadtwerken. Dort würden neue Blockheizkraftwerke installiert, um aus dem Rohbiogas Wärme und Strom zu produzieren. Zudem werde man in Rosdorf eine Übernahmestation bauen. Insgesamt würden die Stadtwerke Göttingen in den kommenden zwei Jahren 3,5 Millionen Euro investieren.

Jan Hampe, Geschäftsführer der Biogas Göttingen, erklärte, das sich unter Federführung von Maschinenring und Landvolk in der GmbH 32 landwirtschaftliche Betriebe aller Größen zusammengetan hätten. Unter den Gesellschaftern sei auch die Universität Göttingen mit ihrem Versuchsgut Reinshof. Rund 6,5 Millionen Euro werde man im kommenden Jahr in den Bau der Biogasanlage investieren.

Auf 550 bis 600 Hektar Fläche – das seien 4,8 Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen der Region – würden die Energiepflanzen angebaut, die ab 2011 in der Rosdorfer Anlage zu Biogas vergärt werden sollen, so Hampe weiter. Die von vielen wegen der neuen Anlage befürchtete Mais-Monokultur werde es indes nicht geben, versprach Hampe. Sie werde zwar zu 60 Prozent mit Mais beliefert, es kämen aber auch Getreidesilage und andere Biomasse zum Einsatz. Bereits in einer Sitzung des Rosdorfer Ortsrates im Sommer hatte er geschätzt, dass der Mais zukünftig „ein Drittel der Schwerpunktfruchtarten“ in der Umgebung ausmachen werde.

afu