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Göttingen Verwilderte Katzen sollen kastriert werden
Die Region Göttingen Verwilderte Katzen sollen kastriert werden
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14:47 29.09.2019
Geht es nach der Kreistagsgruppe SPD/Grüne/FWLG, soll eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen im Landkreis Göttingen eingeführt werden. Quelle: picture alliance / dpa
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Göttingen

Erklärtes Ziel des Vorschlags, über den der Kreistag am 2. Oktober beschließen soll, ist die „Verbesserung des Tierschutzes im Landkreis“ und eine „Bekämpfung des Katzenelends“. Die Einhaltung der Verordnung soll laut Vorlage als passive Maßnahme erfolgen: „Das bedeutet, die Behörde wird nur aufgrund eingehender Hinweise tätig.“

Die Kreistagsgruppe verweist zur Begründung der Initiative auf Berichte des Vereins Göttinger Katzenschutz, der im gesamten Landkreis aktiv ist. Demnach gibt es „sehr große Probleme mit verwilderten und vernachlässigten Katzen.“ Bisher fehle jedoch „jegliche rechtliche Handhabe, eine Registrierung und Kastration durchzusetzen.“

Registrierung der Tiere

Katzen-Halter sollen künftig verpflichtet werden, ihre Tiere registrieren zu lassen. Von diesen Pflichten eines Katzenhalters sollen aber Menschen ausgenommen bleiben, die freilaufende Katzen nur gelegentliche füttern oder versorgen - dies soll dem Vorschlag zufolge keine rechtlichen Folgen haben. Ist eine aufgefundene Katze nicht gekennzeichnet und registriert, müsse davon ausgegangen werden, dass es sich um eine herrenlose, möglicherweise verwilderte Katze handelt, heißt es im Antrag. Diese wäre dann „zu kennzeichnen, zu registrieren und zu kastrieren“. Weiter schreiben die Antragsteller: „Vor der Durchführung einer Kastration wäre die Katze daher sorgfältig auf eine Kennzeichnung zu untersuchen.“

Die Kreisverwaltung hat eine Stellungnahme zum Antrag der Gruppe SPD/Grüne/FWLG abgegeben: In einigen Kommunen in Niedersachsen seien bereits sogenannte Katzenschutzverordnungen erlassen worden. „Die wesentliche Zielsetzung derartiger Verordnungen ist, über eine verpflichtende Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen dafür zu sorgen, dass die unkontrollierte Vermehrung von Katzen eingeschränkt wird und eine Halterzuordnung freilaufender Katzen möglich ist.“ Dadurch sei eine höhere Rechtssicherheit für die Durchführung von Kastrationen zu erreichen. Bei Fundtieren ist laut Kreisverwaltung ohne eine Kennzeichnung eine gezielte Rückführung an die Halter oftmals nicht möglich. „Diese Fundtiere verursachen Kosten, die bei den Gemeinden verbleiben, wenn eine Halterermittlung nicht möglich ist“, stellt die Verwaltung fest. Zur Abwehr von abstrakten Gefahren können Landkreise - wie von der Kreistagsgruppe vorgeschlagen - entsprechende Verordnungen nutzen. Zu bedenken sei dabei, dass damit Verwaltungsaufwand unterschiedlichen Ausmaßes entstehe und die vorgesehenen einzuleitenden Ahndungsmaßnahmen, etwa ein Ordnungswidrigkeitsverfahren, eine entsprechende Personalausstattung erfordern.

Katzenschutzverordnung zur Verminderung des Tierleids

Der Erlass einer sogenannten „Katzenschutzverordnung“, wie sie die Kreistagsgruppe SPD/Grüne/FWLG vorschlägt, würde nach Auffassung der Kreisverwaltung zur Verminderung des Tierleids erheblich beitragen. Hintergrund des Vorschlags sei „eine Häufung von freilaufenden Katzen, die verwildert ihr Leben fristen, sowohl in städtischen als auch in dörflichen Gebieten. Oftmals sind sie herrenlos und können keinem Halter zugeordnet werden. Werden diese Tiere eingefangen und in Tierheimen oder Pflegestellen untergebracht, bestehen zunehmende Schwierigkeiten, diese Tiere zu vermitteln. Vielfach sind die Katzen erkrankt, haben Tumore oder Verletzungen“, berichtet die Verwaltung in ihrer Stellungnahme. Kastrierte Kater und Katzen hätten dagegen oft kleinere Streifgebiete, „so dass auch der Verbreitung und Übertragung von Krankheitserregern Vorsorge getragen“ werde. Ein Entwurf einer „Verordnung über die Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von Katzen im Gebiet des Landkreises Göttingen, die sich außerhalb der Wohnungen ihrer Halter oder Halterinnen frei bewegen“ befinde sich derzeit zur Prüfung im Justiziariat. mb

Von Martin Baumgartner

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