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Göttingen Weite Wege für Göttinger Radfahrer
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13:08 13.07.2019
Die Sperrschilder an der Brücke untersagen Radlern und Fußgängern die Passage. Das Verbotsschild für Fußgänger ist inzwischen aber demontiert, heißt es. Quelle: R
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Göttingen

Schildbürgerstreich oder Versehen? Eine an einem Rad- und Fußweg in Höhe Lutteranger in Weende aufgestellte Beschilderung sorgt für Erstaunen. Es geht um Sperrschilder für Fußgänger und Radfahrer, die einer näheren Deutung bedürfen.

In die fiktive Stadt Schilda hat sich Elke Rumpel versetzt gefühlt, als sie dem Sinn eines Sperrschildes für Radler und Fußgänger auf den Grund ging. Die Tageblatt-Leserin informiert: „Als Fahrradfahrerin bin ich auf einen echten Schildbürgerstreich an der Brücke über die Bahngleise für Fußgänger und Radfahrer gestoßen, die zum Rinschenrott führt.“ Gemeint ist ein dort postiertes Sperrschild mit der Aufschrift: „Umleitung weiträumig über Stadtgebiet“. Die Göttingerin nahm daraufhin vorschriftsmäßig den sehr weiträumigen Umweg über die Unterführung an der Güterbahnhofstraße, fügt ihren Worten aber hinzu: „Heute war ich neugieriger und habe die Sperrung ignoriert. Zu meinem großen Erstaunen gab es außer dem Schild keinerlei Anzeichen für irgendwelche Baumaßnahmen. An der Westseite der Brücke angekommen, war ich sehr verwundert, dass es hier keine Sperrung gab.“

Wird hier also eine Brücke für Fahrradfahrer und Fußgänger ohne Grund gesperrt? Ein Versehen oder in der Tat ein Schildbürger- oder genauer ein Schilderstreich?

„Die Krux liegt auf der anderen Seite“

„Die Verkehrslage vor Ort lässt rechtlich keine andere Option als die aktuelle Regelung zu“, erläutert der Sprecher der Stadtverwaltung Göttingen, Dominik Kimyon. Die Krux liege nämlich auf der anderen Seite der Brücke. Der Geh- und Radweg auf der Westseite des Rinschenrotts ist südlich der Abfahrt von der B 27 gesperrt. „Deshalb sind die Straßen, von denen Radverkehr auf diesen Bereich treffen könnte, ebenfalls für Radfahrer zu sperren“, stellt Kimyon klar. Gesperrt sind momentan für Fahrradfahrer der Dragoneranger in Fahrtrichtung Süden, der Radweg entlang der B 27 vom Holtenser Berg kommend sowie der Radweg aus Richtung Kreisel/Lutteranger kommend. Ähnlich verhalte es sich beim Radweg Richtung Kreisel/Lutteranger: „In Richtung Kreisel/Lutteranger kann gefahren werden, von dort aber nicht zurück, da der Radweg im Rinschenrott gesperrt ist.“

„Das Fahrrad kann geschoben werden“

Somit müssen Radfahrer, wenn sie sich rechtskonform verhalten wollen, einen großen Umweg in Kauf nehmen. Nicht unbedingt, räumt Kimyon ein: „Um die Umleitung zu vermeiden, kann das Fahrrad geschoben werden, bis der nicht von der Sperrung betroffene Radweg am Rinschenrott erreicht wird“, gibt er einen Tipp für Radler, sich in Fußgänger zu verwandeln. Das geschieht laut Straßenverkehrsordnung dann, wenn ein Radler sein Gefährt schiebt.

Den östlichen Radweg am Rinschenrott stadteinwärts für den Zweirichtungsverkehr auszuweisen, sei nicht umsetzbar, auch nicht kurzfristig: „Dafür ist der Weg zu schmal“, erklärt Kimyon.

Doch wie auf dem Foto zu erkennen ist, ist die Brücke über die Eisenbahngleise auch für Fußgänger gesperrt. Wird von ihnen kein rechtskonformes Verhalten verlangt? Selbstverständlich, wehrt der Sprecher die Frage ab, es sei vielmehr so, dass die Baufirma dieses Sperrschild versehentlich aufgestellt habe. Es sei inzwischen entfernt worden.

Sperrung soll nach 14. Juli aufgehoben werden

Es gibt prinzipiell eine gute Nachricht für alle Radfahrer in dem Bereich: Die Baumaßnahme auf der Südseite der B 27-Abfahrt und der Westseite der Straße Rinschenrott dauert nur noch bis zum 14. Juli. Dann soll die Sperrung wieder aufgehoben werden.

„Im Prinzip haben wir es mit einer kleinen Baustelle zu tun, die für den Radverkehr aber eine große Auswirkung hat“, fasst Kimyon zusammen.

Von Ulrich Meinhard

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