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Göttingen „Ein Abend mit James Bond“ in der Lokhalle – Videodreh in Göttingen
Die Region Göttingen „Ein Abend mit James Bond“ in der Lokhalle – Videodreh in Göttingen
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20:11 23.11.2019
Video-Dreh in der Innenstadt: Hamza Pirimo von der Göttinger Dance Company zeigt sein können. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Auffällig unauffällig schleichen am Sonnabendnachmittag schwarz gekleidete Gestalten durch belebte Weender Straße am Vierkirchenblick. Sonnenbrillen verdecken ihre Gesichter. Von Zeit zu Zeit blitzt ein goldener Colt unter einem Jackett hervor. Plötzlich tönt laute Musik über den Marktplatz. Die 16 schwarz gekleideten beginnen zu tanzen, allen voran Hamza Pirimo, der für seine spektakulären Breakdance-Moves den spontanen Applaus der Passanten bekommt. Nicht von ungefähr erinnert die Musik an John Barrys legendäre James-Bond-Titelmusik.

Videodreh in der Innenstadt

„Bondeske Klangwelt“

Denn was aussieht wie ein Flashmob, sind tatsächlich Dreharbeiten für ein Video, mit dem das Göttinger Symphonie Orchester in den sozialen Medien seine nächste Großproduktion bewerben will. Am Freitag, 6. Dezember, veranstaltet das GSO mit Chefdirigent Nicholas Milton die Nacht der Filmmusik, die in diesem Jahr unter dem Titel „An evening with James Bond“ ganz im Zeichen des britischen Geheimagenten steht.

„Mit der einmaligen Sängerin Mary Carewe“, sagt Milton. Sie war unter anderem Solistin beim Gala-Konzert zum 50. Geburtstag von James Bond, das die BBC 2012 im Fernsehen ausgestrahlt hat. Das GSO will nach eigener Ankündigung „die bondeske Klangwelt abseits von waghalsigen Stunts, Martinis & Bondgirls“, zeigen.

Mary Carewe and Philip Mayers – Diamonds are forever

„Wir drehen insgesamt drei Werbefilme für „An evening with James Bond“, sagt Luka Cleve von der der Berliner Firma „b.e.r.n.d. Gesellschaft für Kommunikation mbH“, die mit die Werbung vom GSO betraut wurde. Drehbuch und Regie stammt von dem Göttinger Vedat Arin, Geschäftsführer von Musenframes.

„Urban choreography“

Die Tänzer kommen aus derGöttinger Dance Company (GDC). Für die Choreografie ist Trainerin und ehemalige deutsche Meisterin im Hip-Hop-Tanz Michele Müller verantwortlich. „Urban choreography“ nennt sie das, was die 16 GDC-Tänzer am Vierkirchenblick zeigen.

Viel Zeit blieb ihr nicht, die Choreografie für den Tanz mit den 16 bis 23 Jahre alten Tänzern einzustudieren. Erst am Montag habe sie die Musik bekommen – aus Gema-Gründen eine „Interpretation“ von Barrys Bond-Thema, so Cleve. Die Woche über habe sie dann mit den Tänzern in den verschiedenen Kursen der GDC trainiert.

Dreharbeiten für einen Werbeclip zur diesjährigen Nacht der Filmmusik mit dem Göttinger Symphonie Orchester – der britische Superagent James Bond steht dabei im Mittelpunkt.

„Das ist richtig gute Musik“, sagt Pirimo, der bei der GDC nicht nur tanzt, sondern auch ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Choreografin Müller meint, dass sich der 60er-Jahre-Sound der Bond-Musik ganz und gar nicht mit modernem Hip-Hop-Tanz beißt. Im Gegenteil: „Das passt gut zusammen“, sagt sie.

Lesen Sie auch: Was hat James Bond mit dem GSO zu tun, Mr Milton?

Drei Filme, drei Auftritte

Der Film mit den Tanzszenen soll nach Cleves Angaben am ersten Adventswochenende veröffentlicht werden. Weitere Filme sind ein Interview mit Chefdirigent Milton und eine Runde Quiz-Taxi – beides stilecht, wie es sich für James Bond gehört, in einem Aston Martin gedreht, sagt Cleve.

Ur-Londonerin und Bond-Interpretin

Bevor es am Freitag, 6. November, in der Göttinger Lokhalle ab 19.30 Uhr „An evening with James Bond“ heißt, gastiert das GSO bereits am Donnerstag mit dem Programm in der Stadthalle Osterode. Beginn dort ist um 19.45 Uhr. Am Sonntag, 8. Dezember, schließlich ist das GSO mit seinem Bond-Abend ab 17 Uhr im PS.Speicher in Einbeck zu Gast. Tickets für die Veranstaltung gibt’s an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder im Netz unter gso-online.de.

Die James-Bond-Songs

Zu jedem neuen Bond-Film gehört auch ein Bond-Song – und die Interpreten lesen sich wie das Who-is-Who der Popmusik. Von Shirley Bassey, Tom Jones und Nancy Sinatra in den 60er-Jahren, Paul McCartneys Wings, Carly Simon und Lulu in den 70er-Jahren und Duran Duran, A-Ha und Sheena Easton in der 80er-Jahren reicht die Liste der Interpreten. Tina Turner, Cheryl Crow und Garbage haben in der 90er-Jahren übernommen, Madonna und Adele führten die Songs der Serie ins 21. Jahrhundert.

„Skyfall“ von Adele zum gleichnamigen Film heimste den ersten Oscar für einen Bond-Song ein. Ungekrönte Bond-Königin ist aber Shirley Bassey. Gleich dreimal lieferte sie das Titellied – in Goldfinger (1964), Diamonds are forever (1971) und Mooraker (1979).

Dreimal schafften es Bond-Songs in den USA, Großbritannien und Deutschland an die Spitze der Charts. Duran Duran mit „A view to a kill“ 1985 in den USA, 2012 Adele mit „Skyfall“ in Deutschland und zuletzt Sam Smith mit „Writings on the wall“ aus „Spectre“ 2015 in Großbritannien.

Von Michael Brakemeier

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