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Göttingen Viele Wettbewerbe mit siegreichen Schülern
Die Region Göttingen Viele Wettbewerbe mit siegreichen Schülern
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19:08 06.07.2009
Futuristisch und praktisch: Der ferngesteuerte Rennbesen vom Hainberg-Team für die Ideen-Expo in Hannover.
Futuristisch und praktisch: Der ferngesteuerte Rennbesen vom Hainberg-Team für die Ideen-Expo in Hannover. Quelle: EF
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Es gibt immer mehr Wettbewerbe für Schulen und Schüler. Und es gibt immer mehr Kinder und Jugendliche aus dem Raum Göttingen, die sich erfolgreich an Wettbewerben beteiligen, sogar auf Landes- und Bundesebene zu den Siegern gehören oder unter vielen Konkurrenten für ein besonderes Projekt ausgezeichnet wurden. Hier die eingereichten Erfolgsmeldungen der letzten Unterrichtswochen vor den Sommerferien:

Computer-Hilfe

• Das Max-Planck-Gymnasium (MPG) in Göttingen gehört zu den fünf Gewinnern des Wettbewerbes „Ran an den Computer – Schüler schulen Senioren“. Beteiligt hatten sich 137 Schulen aus Niedersachsen. Für den ersten Platz in der Region Braunschweig bekommt das MPG einen Preis im Wert von 1000 Euro. Organisiert wurde das Projekt von der Schülerfirma MPGinco, die zusammen mit dem neunten Jahrgang Senioren dabei unterstützt hat, mit Computer und Internet zu arbeiten. Getragen wird der Wettbewerb von den Sparkassen und der Landesinitiative n-21.

Schülerhilfe

• Zwei weitere Projekte des MPG sind mit dem Jugendpreis 2009 der Johanniter-Hilfsgemeinschaft ausgezeichnet worden: „Schüler helfen Schülern“ und „Oberstufenschüler erklären Grundschülern den PC“. In beiden Gruppen unterstützen die Gymnasiasten Grundschüler der benachbarten Albanischule.

Helden-Geschichten

• Drei Gruppen und Einzelschüler aus Göttingen und ein Northeimer Schüler gehören zu den niedersächsischen Preisträgern im Geschichtenwettbewerb 2009 des Bundespräsidenten. Sie werden im August von Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) ausgezeichnet. Ein Team hat sich gleich für das Bundesfinale qualifiziert. Das Motto des Schreibwettbewerbes, an dem sich in Niedersachsen 802 Schüler beteiligten, lautet: „Helden – verehrt – verkannt – vergessen“. Zu den 25 Landessiegern und Finalisten gehören Sabrina Heß, Jana Reimert, Laura Sophie Stalke und Sarah Joy Stalke aus dem zehnte Jahrgang am Göttinger Theodor-Heuss-Gymnasium. Sie haben sich in ihrer Arbeit mit „Cornelia Wessmann – Opfer eines tragischen Unfalls und ermordete Heldin“ befasst. Förderpreise auf Landesebene gehen an Verena Oppermann und Katharina Vogtmeier vom Felix-Klein-Gymnasium (12. Klasse) für ihre Arbeit „Johann Ernst Arminius von Rauschenplatt – Ein Held mit kleinen Fehlern“; an Xandra Norberg von der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (12. Klasse) für ihren Beitrag „Helene Schulte – Heldentum im Alltag – eine Frauenbiographie“; und an Philip Hanspach (9. Klasse) vom Northeimer Gymnasium Corvinianum für die Geschichte über „Ein Dorf voller Helden – Aufstand gegen Adel in Großenrode im Vormärz bis zur Deutschen Revolution“. Ausrichter des Geschichtenwettbewerbes ist die Körber-Stiftung.

Mathewettstreit

• Eher ungewöhnlich ist der französisch-deutsche Wettbewerb „Mathematik ohne Grenzen – Mathématiques sans frontières“. Dabei müssen teilweise auf französisch gestellte Aufgaben auch in dieser Sprache gelöst werden. Die Klasse 11c vom Göttinger Otto-Hahn-Gymnasium schaffte es in ihrer Altersklasse auf den dritten Platz im niedersächsischen Landesentscheid. Ausgelobt wird der Preis von der Stiftung Niedersachsenmetall, die Aufgaben werden von einer deutsch-französischen Kommission in Straßburg erarbeitet.

• Generell ist Mathe hoch im Kurs: Beim europaweit organisierten „Känguru-Wettbewerb“ 2009 und auch bei der 48. Mathemathik-Olympiade in Niedersachsen räumte die Göttinger Wilhelm-Busch-Schule nach eigenen Angaben wieder gut ab. Der Multiple-choice- Wettbewerb „Känguru“ enthält Aufgaben zum Knobeln, Grübeln, Rechnen und Schätzen. 2009 sind 105047 Schüler in Klasse 4 gegeneinander angetreten. Von der Wilhelm-Busch-Schule waren 13 dabei – sieben gehören zu den Siegern: Jasper Geßner, Felix Iber, Christian Knoblich, Jonte Volkers, Finn Grimberg, Max Bollerhei auf einem ersten Rang und Lara Jahns nach Punkten auf einem dritten. Bei der Mathe-Olympiade belegten Jasper Geßner und Christian Knoblich einen ersten Platz und Felix Iber, Margarete Buschhaus, Finn Grimberg, Jonte Volker sowie Max Bollerhei einen zweiten. Sie hatten landesweit 4000 Gegner.

Menschlichkeit und Kunst

• Antonia Voss aus der bisherigen 4c an der Rosdorfer Heinrich-Grupe-Schule hat mit einem selbst gemalten Bild einen niedersächsischen Landespreis gewonnen und sich für den Bundesentscheid qualifiziert. Ausrichter des internationale Jugendwettbewerb sind die europäischen Genossenschaftsbanken. Alleine bei der Raiffeisenbank Rosdorf waren 350 Malarbeiten eingegangen. Das vorgegebene Thema für die Künstler: „Mehr Miteinander. Mehr Menschlichkeit. Auf dich komm’s an.“

Schule auf Ess-Kurs

• Die Aktion „Schule auf Esskurs“ will Schulkantinen auf einen gesunden und qualitativ hochwertigen Kurs bringen. Inzwischen beteiligen sich zwei Schulen aus dem Raum Göttingen erfolgreich an der Initiative der Verbraucherzentrale Niedersachsen, die auch vom Verbraucherministerium unterstützt wird: Das Theodor-Heuss-Gymnasium in Göttingen hat für seine erfolgreiche zweite Teilnahmerunde schon den zweiten „Stern“ bekommen – neben drei weiteren Schulen. Die Duderstädter Pestalozzi-Schule gehört zu den 17 erfolgreichen Neueinsteigern mit einem ersten „Stern“. Entscheidend für eine Auszeichnung ist die von Schülern, Schule und Schulträger gemeinsam erarbeitete und umgesetzte Entwicklung eines guten Kantinen-Angebotes – der Veränderungsprozess wird also belohnt.

Ideen-Expo

• Überraschend gut vertreten ist der Raum Göttingen auf der Ideen-Expo im September in Hannover. Unter 21 augewählten Schulen mit besonders pfiffigen Ideen und Erfindungen werden fünf Göttinger und eine Friedländer Schule dabei sein. Vier von ihnen haben sich in einem Wettbewerb der Stiftung Niedersachsenmetall für die Expo-Teilnahme qualifiziert. Dazu gehören:

das Felix-Klein-Gymnasium mit einem Schwimmroboter, der nachts auf dem Göttinger Kiessee seine Runden ziehen und die jährlich sprießenden Blaualgen wegfischen sol:

ein Team aus vier Schülern vom Hainberg-Gymnasiums mit einem Rennbesen, der ferngesteuert und auf originelle Weise täglich den Klassenraum säubern könnte;

Grundschüler der Godehardschule, die an einem computergesteuerten Rennwagen tüfteln. Ihre Robotix-AG in den 3. und 4. Klassen hat schon weit über Göttingen hinaus das Interesse bei Grundschul-Lehrern und Pädagogen geweckt.

Ein ganz anderes Thema beschäftigt seit Wochen Grundschüler aus Friedland. Sie präsentieren als Wettbewerbssieger einen sturmsicheren Regenschirm mit Bionik-Mechanik, der auch als „attraktive Alternative zu herkömmlichen Kaputzenjacken“ gedacht ist.

Ebenfalls auf der Ideen-Expo vertreten ist das Max-Planck-Gymnasium als Kooperationspartner der Göttinger Firma Sartorius. MPG-Schüler beteiligen sich an den Workshops „Wie gewichtig ist deine Unterschrift“ und „Das hydrodynamische Paradoxon“. Dabei geht es um physikalische Formeln zu programmierbaren Wägeroutinen und zur Messbarkeit von Luftströmen.

Coachingmodell

• Die Berufsbildenden Schulen (BBS) Münden wurden für ihr „Coachingmodell“ mit dem „Deutschen Berufsschulpreis 2009“ augezeichnet. Das Modell wurde an der Schule kreiert und wird inzwischen von 23 Lehrern getragen. Seit 2007 betreuen – coachen – sie 102 Schüler. Ihnen und den Klassen wird wöchentlich ein Coachinggespräch von etwa 45 Minuten angeboten. Das Modell zur Stärkung des Klassenklimas und persönlichen Entwicklung ist aus der Wirtschaft abgeleitet. Neben der BBS Münden haben bundesweit nur vier andere Berufsschulen eine Auszeichnung erhalten. Münden bekam den zweiten Preis in Höhe von 3000 Euro. Verliehen wird er von der Stiftung „Wirtschaft und Erziehung“ und Partnern in der Wirtschaft.

• Die BBS III/Ritterplan in Göttingen ist für ein besonderes Praktikumsmodell in der Fachschule Sozialpädagogik von einer unabhängigen EU-Kommission mit der Note „sehr gut“ bewertet worden. Diese Auszeichnung dokumentiert jetzt eine Tafel am Schulgebäude. Mehr als 15 Schüler leisten in diesem Projekt ihr Ausbildungspraktikum in acht verschiedenen Ländern Europas. Die Auszubildenden sind in unterschiedlichen sozialpädagogischen Einrichtungen tätig und arbeiten dort selbstständig mit.

Von Ulrich Schubert