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Göttingen Viereinhalb Jahre Haft für Betrügereien mit Kfz-Rabatten
Die Region Göttingen Viereinhalb Jahre Haft für Betrügereien mit Kfz-Rabatten
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17:00 24.01.2018
Symbolbild Quelle: dpa
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Göttingen

Der 41-Jährige habe gegen das kürzlich verhängte Urteil des Landgerichts Göttingen Revision eingelegt, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Die Wirtschaftsstrafkammer hatte den ursprünglich aus dem thüringischen Eichsfeld stammenden Angeklagten wegen Betruges in 85 Fällen zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Ein mitangeklagter 56-jähriger Autohändler aus dem Vogtland erhielt wegen Betruges in 23 Fällen eine Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und zwei Monaten. Das Gericht entsprach mit seinem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Diese hatte den Autohändlern in ihrer Anklage vorgeworfen, zahlreiche Kunden um insgesamt 2,5 Millionen Euro geschädigt zu haben.

Revision eingelegt

Zu Beginn des Prozesses im November 2017 hatten die Verfahrensbeteiligten im Rahmen einer Verständigung eine Absprache darüber getroffen, welches Strafmaß die Angeklagten im Fall eines Geständnisses zu erwarten hätten. Die Urteile entsprechen der Obergrenze des damals vereinbarten Strafrahmens. Die Angeklagten haben das Ergebnis dieser Verständigung nun doch nicht akzeptiert und Revision gegen das Urteil eingelegt.

Laut Anklage hatte der 41-Jährige mit den Kunden vermeintlich attraktive Kaufverträge über die Beschaffung von Neufahrzeugen abgeschlossen. Einen Teil dieser Vertragsabschlüsse habe der 56-jährige Mitangeklagte vermittelt.

Den Kunden wurden darin Rabatte von bis zu 30 Prozent auf den jeweiligen Listenpreis unter der Bedingung eingeräumt, dass sie mit dem vollen Kaufpreis oder mindestens einer erheblichen Anzahlung in Vorleistung treten. Das Geld sollten sie auf eines der Konten des 41-Jährigen oder auf ein Treuhandkonto zahlen, das ein mitangeklagter 59-jähriger Steuerberater aus Thüringen eingerichtet hatte.

Diesen hatte das Gericht bereits im Dezember in einem abgetrennten Verfahren zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Der 59-Jährige habe ebenfalls Revision eingelegt, teilte die Gerichtssprecherin mit.

Geld kassiert, Fahrzeuge nicht bezahlt

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Adelebser Autohändler vor, lediglich in einem Teil der Fälle die Fahrzeuge für die Kunden bestellt zu haben, allerdings mit einem deutlich geringeren Rabatt von zehn Prozent. Er habe zwar das Geld der Kunden kassiert, die für sie bestellten Fahrzeuge aber nicht bezahlt.

Diese hätten ihre Fahrzeuge erst erhalten, nachdem sie nochmals den dann höheren Kaufpreis an die Autohäuser gezahlt hatten. In zahlreichen Fällen habe er überhaupt keine Fahrzeuge bestellt oder beschafft, sondern nur die Vorauszahlungen kassiert.

Den größten Teil der an ihn gezahlten Beträge habe er in hochriskante ausländische Geldanlagen investiert. Am Ende habe statt der erhofften Gewinne der Totalverlust gestanden

Von Heidi Niemann

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