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Göttingen Vorsicht – Satire!
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20:13 23.11.2018
Institut für Hochschulsport am Sprangerweg.
Institut für Hochschulsport am Sprangerweg. Quelle: CH
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Göttingen

Die Georgia Augusta hat aber auch wirklich einen Lauf. Die Exzellenzinitiative: vergeigt. Die nachfolgende Kommunikation zwischen Senat und Präsidium: irgendwo zwischen ungewöhnlich und befremdlich. Und jetzt: Hausdurchsuchung mit Beamten von Polizei, Zoll und Finanzamt. Praktisch die Chefarztvariante unter den Ermittlungen. Wäre man selbst in ähnlicher Situation, zöge man wohl Lottospielen in Erwägung. Irgendetwas muss ja mal wieder klappen.

Dabei ist für Häme wirklich kein Platz. Die Konstruktion „Stiftungsuniversität“ ist aber auch zu schräg und mit nichts zu vergleichen. Irgendwo zwischen Bildungskonzern, Millionen-Euro-Unternehmen, Elfenbeinturm, Gesamthochschule und Ü18-Ganztagsbetreuung – je nach Perspektive und individueller Betroffenheit – ist solch ein Gebilde praktisch unregierbar und schon gar nicht zu kontrollieren. Ich will nicht unken, was an der Uni noch geschehen oder ans Licht kommen könnten – bei meinem Pech wird’s wieder Realität.

Sie glauben, den Autor trägt’s gerade wieder aus der Kurve? Leider nein. Man denkt sich irgendeinen völlig absurden Vergleich aus, um die Abseitigkeit eines Gedankens deutlich zu machen – und der Quatsch stimmt zum Schluss. Vorigen Sonnabend war Folgendes zu lesen: „ Die Schwarzen werden sich ganz sicher nicht wegen Eitelkeiten, Misstrauen oder Lappalien – wie sagen wir mal der Reihenfolge auf einer Rednerliste oder geklauten Gebäcks – entzweit haben. Der Gedanke wäre ebenso abwegig wie die Annahme, man könnte nebenberuflich am Göttinger Gänseliesel eine Skihütte als Kneipe betreiben, in der man mit Goldstücken zahlen könnte.“ Ganz ehrlich: Kann ich ahnen, dass an dem Nonsens Wahres dran sein könnte?

Und um auch den – hoffentlich – letzten Schutt aus der vorigen Kolumne wegzuräumen: Die Wochenendkolumnen im Tageblatt, gleich ob von Graells, Scharf oder Oppermann geschrieben, sind Glossen. Darin kommen schon mal Ironie, Schräges oder Zugespitztes vor. Ist keine Doku, sondern Satire. Dafür gibt’s leider keine Satzzeichen. Dass die Passage mit der Frage, wer Herrn Scherer denn wohl nachfolgte, wenn er denn als Ratsherr sein Mandat niedergelegt haben würde (Konjunktiv 3 bei einsetzendem Bodenfrost) war Satire wie der gesamte Rest des Textes. Vielleicht nicht in aller Augen gelungen, aber Satire. Hätte man aber auch an einem klitzekleinen Kontrollfehler merken können: Horst Seehofer ist kein Häuptling und führt als Nome de Plume auch nicht „Crazy Horst“. Jedenfalls nicht selbst gewählt. Nicht wahr, Herr Güntzler?

Sie erreichen den Autor unter

E-Mail: c.oppermann@goettinger-tageblatt.de

Twitter: https://twitter.com/tooppermann

Facebook: https://www.facebook.com/christoph.oppermann

Von Christoph Oppermann

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