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Göttingen Kolumne: Na gut - ich mach’s!
Die Region Göttingen Kolumne: Na gut - ich mach’s!
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07:30 31.08.2019
Die Universität braucht einen Hoffnungsschimmer. Lars Wätzold bietet sich an. Quelle: jes
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Göttingen

Herrje, was ist denn da bloß an unserer ehrwürdigen Georg-August-Universität los? Galt sie bislang als Weltklasse-Uni, droht sie nun nach dem Scheitern der Exzellenz-Initiative und dem Amtsverzicht des designierten Präsidenten, sowie den damit verbundenen Vorgängen und Diskussionen gar zur „akademischen Pommesbude“ zu werden (Befürchtung des Kollegen Oppermann), wenn sich nicht bald jemand findet, der den Laden übernimmt und besonnen aus der Krise führt.

Auf an die Fritteuse!

Ich kann den Gedanken dieses drohenden Niedergangs nicht ertragen und bin deshalb bereit, mich an die Fritteuse zu stellen. Und ich bin der ideale Kandidat, denn ich bringe neben Ketchup und Mayo noch alle anderen erforderlichen Voraussetzungen mit: Ich habe 1998 mein Diplom in Göttingen gemacht und besuche noch heute interessante Vorlesungen und die Mensa, so dass man mich getrost als „profiliertes Mitglied der Universität“ bezeichnen kann, nach dem ja nun gesucht wird.

L Quelle: Christina Hinzmann

Darüber hinaus habe ich einen Doktortitel in irgendwas. Na gut, den habe ich mir zwar vor 15 Jahren für 20 Dollar auf der Khao San Road in Bangkok gekauft, aber mit der Einhaltung von Formalitäten nimmt man es, wie man so hört, bei der Ernennung des Unipräsidenten in Göttingen ja wohl nicht so genau. Außerdem bin ich Brillenträger, habe also Durchblick - und den braucht man bei dem derzeitigen Durcheinander.

Management ist nicht mein Ding

Dem schon vor seinem Amtsantritt zurückgetretenen Präsidenten in spe wurde ja aus der Professorenschaft vorgeworfen, seine Expertise liege mehr im Wissensmanagement als in der Forschung. Da kann ich alle beruhigen, denn bei mir ist es genau andersherum: Management ist nicht mein Ding, dafür forsche ich leidenschaftlich gern! Ich forsche hier, ich forsche da und habe ständig einen Finger in der Nase.

Damit die derzeitige prestigeschädigende Vielstimmigkeit an der Uni endlich aufhört, werde ich unmittelbar nach meinem Amtsantritt in allen Gremien den Einsatz von Redekasper und Schweigefuchs einführen, so dass immer nur einer reden kann; und vor allem auch mal eine, denn mit der Gendergerechtigkeit ist es ja nicht weit her an der Uni.

Rote Bete unerwünscht

So, das waren die Grundzüge meiner Amtsführung; Terminvorschläge für meine feierliche Ernennung (Bitte keine Rote Bete auf dem Buffet!) werden bitte an die Mailadresse unten geschickt.

Ach ja, eins noch: Zuallererst werde ich das Tragen von Polohemden mit hochgestellten Krägen auf dem Unigelände untersagen, weil das einfach hammerblöd aussieht.

Den Autor erreichen Sie unter redaktion@goettinger-tageblatt.de

Von Lars Wätzold

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