Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Was erhoffen sich Tageblatt-Leser für das Jahr 2021?
Die Region Göttingen

Was erhoffen sich Tageblatt-Leser aus Göttingen und Duderstadt für 2021?

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:01 31.12.2020
Eigentlick kann das neue Jahr nur besser werden als das corona-gebeutelte 2020. Was sich Menschen aus der Region Göttingen für 2021 wünschen, haben sie dem Tageblatt verraten. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
Anzeige
Göttingen

Zurück zur Normalität, wieder Menschen treffen zu können, ein wirksamer Impfstoff gegen Corona – darauf hoffen die Menschen in Göttingen, Duderstadt und Südniedersachsen. Was ihnen außerdem im kommenden Jahr wichtig ist, haben sie in einer Umfrage erzählt.

Lisa Kranz: „Wenigstens einen Abi-Ball“

Lisa Kranz, 19, Göttingerin Quelle: Stefan Kirchhoff

Anzeige

„Hoffnung habe ich nicht mehr so viel“, sagt Lisa Kranz. Die 19-Jährige ist Schülerin und hofft, „dass ich 2021 wenigstens einen Abi-Ball haben werde. Generell hoffe ich, dass nach dem Abi die Pandemie so weit überwunden ist, dass ich ins Ausland gehen kann“, so die Göttingerin.

Kerstin Inselmann aus Göttingen: Mein Optimismus gibt mir Hoffnung

Kerstin Inselmann Quelle: Asja Wortmann

„Mein Optimismus gibt mir Hoffnung: Zum einen hoffe ich darauf, dass wir Stück für Stück zurück zur Normalität können, zum anderen, dass diese außergewöhnliche Zeit zu einigen grundlegenden Änderungen in der Gesellschaft führt“, sagt Kerstin Inselmann.

GT/ET-Update – Der Newsletter

Die wichtigsten Nachrichten aus Göttingen, dem Eichsfeld und darüber hinaus täglich um 17 Uhr in Ihrem E-Mail-Postfach.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Cornelia Rabe aus Göttingen: „Die Hoffnung nicht aufgeben“

Cornelia Rabe vom Werderhof in Göttingen. Quelle: R.

„Für 2021 wünsche ich mir, das dass Coronavirus durch eine hohe Impfquote und schnelles Impfen eingedämmt wird, damit wir alle wieder unsere Familie und Freunde treffen und in den Arm nehmen können“, stellt Cornelia Rabe diesen Wunsch für das neue Jahr ganz nach vorn. „Und weiterhin wünsche ich viel Geduld und das Rücksicht nehmen aufeinander. So, wie viele dies schon geübt haben. Wir dürfen nicht die Hoffnung aufgeben auf eine Rückkehr zur Normalität“, appelliert die 57-jährige Landwirtin aus Göttingen an alle Menschen in Stadt und Land.

Udo Schlaudraff aus Göttingen: „Silvester ist mein Geburtstag“

Udo Schlaudraff wohnt auf dem Holtenser Berg. Quelle: R.

„Der Silvestertag ist mein Geburtstag. Ich werde in diesem Jahr 85, bin hinlänglich gesund und in meinem unmittelbaren Umfeld ist niemand direkt von COVID-19 betroffen“, sagt der ehemalige Pfarrer Udo Schlaudraff. Darüber sei er dankbar. Er gehört zur Kriegs- und Nachkriegs- Generation, die gelernt habe, sich nicht selber leid zu tun, wenn's Dinge gibt, die nicht zu ändern sind. „Ich hatte Karten für das Silvesterkonzert des GSO. Schade. Aber ich kann lesen und hören. Meinen Geburtstag werden wir bei uns zu Hause zusammen mit einem befreundeten Ehepaar feiern. Und wenn es dazu um Mitternacht kein Feuerwerk gibt, vermissen wir nichts“, hält Schlaudraff fest. Vermissen werde er das „sektglasbewehrte Anstoßen auf ein ’Gutes Neues Jahr’ mit den Straßennachbarn auf dem Holtenser Berg“. Sich das nur zuzurufen, werde nicht dasselbe sein. „Von meiner rheinischen Verwandtschaft erreichte mich der köllsche Spruch: ’Mer stonn zesamme, indem mer nit zesamme stonn.’ Durchhalten lässt es ich am besten mit Geduld und Humor, beide übrigens die kleinen Brüder des großen Gottvertrauens“, sagt Schlaudraff.

Alina und Aljoscha Mävers aus Dransfeld: „,Verbesserung der Lage weltweit“

Alia und Aljoscha Mävers leben in Dransfeld. Quelle: Meinhard

„Ich wünsche mir, dass sich die Lage mit Corona beruhigt, dass wir wieder zur Schule gehen und Freunde treffen können. In diesem Schuljahr schreibe ich mein Abitur, da wäre es schon gut, wenn ich zu den Klausuren gehen könnte“, sagt Alina Mävers (18) aus Dransfeld. Ihr jüngerer Bruder Aljoscha treibt Sport im Verein – wenn nicht gerade die Corona-Pandemie alles lahmt legt. „Ich wünsche mir, dass ich bald wieder Judo machen kann. Und ich wünsche mir auch, dass sich die Pandemie-Situation in den anderen Ländern verbessert“, denkt der 15-Jährige an andere.

Pascal Miseler: „Unser Miteinander sollte stärker werden“

Pascal Miseler Quelle: r

„Mein Wunsch, meine Hoffnung für 2021: Unbeschwert Menschen treffen und besuchen zu können. Und dass unser Miteinander noch stärker wird, so dass jede und jeder das bekommen kann, was er oder sie braucht“, das möchte Pascal Miseler (62), evangelischer Pfarrer in Göttingen.

Simone Knauf-Hennicke: Hoffnung auf Reisen und den Weihnachtsmarkt

Hoffnung auf Reisen und den Weihnachtsmarkt 2021 Quelle: r

“Hoffnung gibt mir auf jeden Fall die Möglichkeit bald möglich geimpft zu werden um wieder ein Stück Normalität zu bekommen. Ganz oben auf meiner Liste steht dann – unabhängig von Gesundheit – endlich einmal wieder unbeschwert reisen zu können. Und natürlich hoffe ich auf einen unbeschwerten Weihnachtsmarkt 2021“, sagt Simone Knauf-Hennicke, Mitarbeiterin UMG Göttingen.

Nils Harbig aus Rosdorf: Hoffnung, dass positive Dinge aus 2020 erhalten bleiben

Nils Harbig Quelle: Nils Harbig

„Ich habe die Hoffnung, dass es positive Dinge aus dem Jahr 2020 gibt, die uns auch in Zukunft erhalten bleiben. Die Bedrohung durch das Virus hat mir und hoffentlich vielen anderen auch nochmal verdeutlicht, wie wertvoll es ist, ohne Krieg und ohne Hunger in einem immer mehr zusammenwachsenden Europa leben zu dürfen. Entbehrungen zeigen uns auf, wie gut es uns geht. Ich hoffe, dass die positiven Effekte bezüglich der Digitalisierung und Medienkompetenz sinnvoll weiterentwickelt und eingesetzt werden. Und ich freue mich darauf, im Sommer, wenn man sich an der frischen Luft hoffentlich wieder treffen kann, alle wiederzusehen, die ich zurzeit leider nicht, nur in sozialen Medien oder in Videochats treffen und sprechen kann“, meint Nils Harbig (44), Rosdorf.

Gerald Hampe aus Göttingen: Hoffnung auf wirksamen Impfstoff

Gerald Hampe Quelle: Gerald Hampe

„Ich glaube , dass es nur die Hoffnung auf einen wirksamen Impfstoff sein kann. Bis es soweit ist, sollten wir alle die Notwendigkeit für die AHA-Regel akzeptieren und diese Regeln auch konsequent befolgen. Jeder einzelne sollte sich der Verantwortung in seinem Handeln gegenüber der Gemeinschaft bewusst sein. Ich hoffe deshalb, dass auch die sogenannten „Querdenker“ bereit sind, in dieser schwierigen Zeit persönliche Einschränkungen zum Wohle der Gemeinschaft endlich zu akzeptieren“, sagt Gerald Hampe (53), Göttingen.

Stefan Napp aus Duderstadt: Wunsch nach Normalität

Stefan Napp aus Duderstadt erhofft sich für 2021, dass wieder soziale Kontakte und Normalität möglich sind. Quelle: Eichner-Ramm

„Ich erhoffe mir, dass wir endlich wieder mehr soziale Kontakte haben können und die Verbindungen wieder aufnehmen können. Überall heißt es ,still ruht der See’. Auch für die Feuerwehren wünsche ich mir wieder Normalität“, sagt der 64 Jahre alte Duderstädter Stefan Napp. Er ist stellvertretender Stadtbrandmeister in Duderstadt.

Rita Nöhren aus Duderstadt: So lange wie möglich gesund bleiben

Rita Nöhren aus Duderstadt hofft für 2021, dass die Einschränkungen wegen Corona enden und Begegnungen wieder möglich werden. Auch wünscht sich die 70-Jährige, so lange wie möglich gesund zu bleiben. Quelle: Eichner-Ramm

„Ich hoffe, dass wir diese Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie wieder los werden und Begegnungen wieder möglich sind“, sagt Rita Nöhren aus Duderstadt. Sie fügt hinzu: „Ich bin jetzt 70 und wünsche mir, so lange wie möglich gesund zu bleiben.“ Auch wenn sie als Rentnerin „nicht mehr so viel um die Ohren“ habe, wolle sie sich weiterhin um die Kinder einer Flüchtlingsfamilie in Duderstadt kümmern.

Henriette Kellner aus Duderstadt: Pandemie soll enden

Henriette Kellner aus Duderstadt hofft, dass das neue Jahr besser wird als 2020 und die Pandemie ein Ende hat. Kellner ist Leiterin der Duderstädter Pfadfinder. Quelle: Eichner-Ramm

„Meine Hoffnung für 2021 ist, dass das Jahr besser wird als 2020 und die Pandemie endet“, so Henriette Kellner aus Duderstadt. Die 44-Jährige weiter: „Ich wünsche mir dass die Menschen mehr zusammenhalten, weniger egoistisch sind und sich an die Regeln halten.“ Abgesehen von Corona hofft die Leiterin der Duderstädter Pfadfinder, „dass wir gesund bleiben und alle ihre Arbeit behalten“.

Verena Nöhren aus Duderstadt: Menschen mal wieder in den Arm nehmen

Verena Nöhren (61) aus Duderstadt wünscht sich für 2021 wieder "ein normales Leben" ohne Corona-Virus. Quelle: Eichner-Ramm

„Die Kontakte fehlen. Ich würde gerne mal wieder Menschen in den Arm nehmen können, statt immer nur auf Abstand zu gehen“, sagt Verena Nöhren. Die 61-jährige Duderstädterin hofft außerdem, „dass wir das Corona-Virus besiegen und es wieder ein normales Leben gibt und dass wir wieder zu Struktur, Normalität und Begegnung kommen“.

Stefan Burchard: Wieder mehr Sozialleben

Stefan Burchard aus Duderstadt wünscht sich für 2021 wieder mehr Sozialleben. Quelle: R / Burchard

„Ich erhoffe mir von 2021, dass wieder ein bisschen mehr Sozialleben stattfinden kann“, sagt Stefan Burchard, „beispielsweise Gruppen oder in Vereinen“. Der 24-jährige Duderstädter studiert Wirtschaftswissenschaften in Göttingen und engagiert sich in der Duderstädter St.-Cyriakus-Kirchengemeinde. Auch wenn wegen der Corona-Pandemie noch weitere Einschränkungen erforderlich und Großveranstaltungen nicht möglich sein würden. Aber Feste mit 200 bis 300 Leuten wären schon schön, meint Burchard und denkt dabei an so etwas wie den Duderstädter Kultursommer oder das „Meadow“-Glaubensfestival, das vom Fachbereich Jugendpastoral im Bistum Hildesheim vom 25. bis 27. Juni 2021 geplant ist. Mit Blick auf sein Studium vermisse er zwar nicht die großen Vorlesungen mit 500 Menschen in einem Hörsaal – „ich bin froh, dass das Online stattfindet“ – dennoch wünscht sich der 24-Jährige wieder den Kontakt zu Kommilitonen etwa in Kursen.

Gerhard „Beppo“ Balzer: „Weiter so leben kann wie jetzt“

Gerhard Balzer Quelle: Peter Heller

„Ich wünsche mir, dass ich weiter so leben kann wie jetzt und gesund bleibe. Das ist das Allerwichtigste“, findet Gerhard „Beppo“ Balzer, 80, Weende, Platzsprecher des Fußball-Bezirksligisten SCW Göttingen.

Michael Winkler: „Ich erhoffe ein Stück weit Normalität durch den Impfstoff“

Michael Winkler, 55, Göttinger Quelle: Stefan Kirchhoff

„Ich erhoffe ein Stück weit Normalität durch den Impfstoff“, sagt Michael Winkler. Und: „Die Pandemie hat gezeigt, dass es auch mit weniger Bürokratie und mehr Pragmatismus geht. Das könnte eine Lehre sein, die wir aus der Corona-Krise ziehen“, so der 55-jährige Göttingen.

Von Asja Wortmann, Stefan Kirchoff, Britta Eichner Ramm, Ulrich Meinhard, Eduard Warda und Britta Bielefeld