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Göttingen Was kosten Weihnachtsmänner in Göttingen?
Die Region Göttingen Was kosten Weihnachtsmänner in Göttingen?
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00:19 24.12.2017
Ein Weihnachtsmann zu Besuch. Quelle: dpa
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Göttingen

Ein gemieteter Weihnachtsmann kostet für einen Auftritt von einer halben Stunde deutschlandweit durchschnittlich 59 Euro, zu diesem Ergebnis kommt das Weihnachts-Ranking des Kreditportals Vexcash. Am teuersten ist es in Düsseldorf mit 78 Euro gefolgt von München und Stuttgart mit 74 und 67 Euro. Göttingen liegt mit Preisen von 30 Euro weit unter dem Durchschnitt.

Die Vermittlung von Weihnachtsmänner gibt es in der Arbeitsagentur Göttingen schon seit über 40 Jahren. Zuständig ist seit 1988 Monika Skotnik. Die Göttinger Jobagentin beschäftigt derzeit vor allem eine Frage. „Wie welcher Weihnachtsmann pünktlich zu den Familien ins Haus oder in die Wohnung kommt, muss genau geplant sein“, erklärt sie. Acht Weihnachtsmänner seien in diesem Jahr in der Region Göttingen im Einsatz. „Alle unsere Weihnachtsmänner sind total ausgebucht“, erzählt Skotnik. Jeder sei voll beschäftigt mit im Schnitt zwischen bis zu acht bis zwölf Aufträgen. Eine logistische Herausforderung. „Wir wollen lange Fahrtzeiten vermeiden, damit die Weihnachtsmänner möglichst viele Familien besuchen können“, sagt Skotnik weiter.

30 Euro kostet der halbstündige Besuch eines Weihnachtsmannes innerhalb Göttingens, außerhalb schlagen 35 Euro zu Buche. „Die Resonanz der Kunden ist durchweg positiv“, berichtet Skotnik. Dabei sind laut Skotnik viele ehemalige Studenten, die während des Studiums Weihnachtsmann gespielt hatten. Zum Teil wohnen diese speziellen Saisonarbeiter nicht einmal mehr in Göttingen, sind aber über Weihnachten bei ihren Eltern und übernehmen gerne den einträgliche Job.

Gut organisiert und geplant

Bereits das 36. Jahr ist Kurt Lühning aus Katlenburg-Lindau selbstständig als Weihnachtsmann unterwegs in der Region. „Ich hatte einen Freund mit einem kleinen Kind, der hat mich gefragt, ob ich einmal als Weihnachtsmann kommen könne“, beschreibt Lühning die Anfänge. Dann habe dieser Freund den Northeimer Weihnachtsmarkt organisiert und Lühning gebeten, den Weihnachtsmann zu spielen. Damit nahm die Geschichte seinen Lauf. „Die Leute kamen anschließend auf mich zu und fragten, ob ich als Weihnachtsmann zu ihnen ins Haus kommen möchte“, erzählt der heute 66-Jährige. Seit dem könne er sich vor Bestellungen kaum retten. „Ich hatte schon dran gedacht aufzuhören, doch im November diesen Jahres hatte ich schon 19 Bestellungen für Heiligabend“, erzählt er weiter. Heute arbeite er zu zweit, doch er könne noch zwei bis drei weitere Kollegen gebrauchen, denn die Nachfrage nach Weihnachtsmännern ist groß. „Wenn ich Heiligabend nach Hause kommen habe ich schon Bestellungen für nächstes Jahr“, erzählt er.

Im Laufe der Jahre habe er sich ein ausgeklügeltes System erarbeitet. „Ich fahre die Route vorher genau ab, gucke, wo ich parken kann und wo der Eingang ist, damit am 24. Dezember alles reibungslos klappt“, schildert Lühning. Der Job sei zeitaufwendig. Denn mit dabei habe er immer sein „Goldenes Buch“welches Informationen über die Familienmitglieder enthält. Diese müssen zuvor abgefragt werden. „Schließlich muss ich wissen, in welchem Kindergarten die Kinder gehen, wie die Haustiere heißen oder wer im welchem Sportverein ist.

Sein schönstes Erlebnis hatte Lühning vor einigen Jahren bei einer alleinerziehenden Mutter. Sie hatte ihrem kleinen Kind ein Plastik-LKW geschenkt. „Der hat vielleicht fünf Euro gekostet. Das tat mir so leid, dass ich am nächsten Tag wieder hingefahren bin und ihr das Geld zurückgegeben habe“, erzählt er. Vor allem wenn das Wetter mitspielt, mache der Job viel Spaß. „Sonst würde ich das nicht machen“, sagt er. Aber in diesem Jahr solle das Wetter für Weihnachtsmänner zum Glück gut sein. Zu den Preisen wolle er lieber keine Angaben machen. Für 30 Euro lohne sich der Aufwand für ihn jedenfalls nicht.

Auch bei der Göttinger Zeitarbeitsfirma Hindi Personalmanagement GmbH kommt ein Weihnachtsmann unterm Strich teurer als die Weihnachtsmänner der Jobvermittlung Göttingen. Für eine Stunde veranschlagt das Unternehmen 20,95 Euro. Ein Nachteil: „Man muss das Kostüm selber stellen und den Mitarbeiter insgesamt vier Stunden buchen“, erklärt Mitarbeiter Oliver Schulze. Andere Firme wie Randstad oder Adecco bieten diesen Service nicht an.

Von Bernard Marks

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