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Göttingen Wasserprobe: Göttinger Wasser Spitzenreiter
Die Region Göttingen Wasserprobe: Göttinger Wasser Spitzenreiter
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20:36 31.08.2011
Am Kessel: Brauer Jan Rorig (rechts) mit Rudi Kratzat rühren im Sud, der später zu Bier wird.
Am Kessel: Brauer Jan Rorig (rechts) mit Rudi Kratzat rühren im Sud, der später zu Bier wird. Quelle: Heller
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Ebergötzen

Vom Spucknapf macht kaum einer Gebrauch. Am Schluss steht fest: Das Göttinger Wasser ist das beste.

Im Rahmen der Wasserausstellung hatte Bruinjes eine Wasserprobe angeboten. Sechs Tester: Andrea Rechenberg vom Museumsverbund Südniedersachsen, Carmen Schramm, Leiterin der Sparkassen-Geschäftsstelle in Ebergötzen, Ulrich Adler von der Eichsfelder Energie- und Wasserversorgung GmbH Duderstadt, Wilhelm Gerhardy, Göttinger Bäcker- und Bürgermeister, der Ebergötzer Archäologe Hery Lauer sowie der Schulleiter der Wilhelm-Busch-Grundschule in Ebergötzen, Volker Wenskat-Schmidt verkosteten sechs Wasserproben. Ein stilles Biowasser, levitiertes Wasser, eine Probe aus dem Hördelbrunnen im heimischen Weißwassertal, ein französisches Markenwasser sowie Leitungswasser aus Göttingen und Duderstadt wurden probiert. Mit vier Mal „Plus“ und zweimal „Normal“ wurde das Göttinger Wasser Spitzenreiter. Beim Markenwasser aus Frankreich schieden sich die Geister. Zweimal bekam es „Plus“, vier Tester gaben ein klares „Minus“.

Noch bis 30. Oktober läuft im Europäischen Brotmuseum in Ebergötzen die Sonderausstellung Wasser. Sie widmet sich den historischen Formen der Wassernutzung, deren Spuren bis heute nachzuvollziehen sind. Sieben Museen des Museumsverbundes Südniedersachsen haben dafür ihre Archive und Magazine geöffnet. Das Element Wasser ist in der Ausstellung nicht nur auf Tafeln zu finden. An Experimentierstationen können die Besucher die Kraft des Wassers auch erleben, indem sie einen Wellensalat oder einen Regenbogen erzeugen.
Die Öffnungszeiten bis Ende Oktober sind dienstags bis sonnabends von 9.30 bis 16.30 Uhr und an Sonn- und Feiertagen bis 17.30 Uhr. Infos im Internet.

Von Ute Lawrenz

Blick in den Braukessel: „Das sieht ja aus wie Sägespäne“

Heute back’ ich, morgen brau’ ich…“ – neben verschiedenen Back-Aktivitäten, die das Brotmuseum in Eber-götzen im Programm hat, wurde am vergangenen Sonntag sogar auch gebraut. Vor allem Radolfshäuser waren zur „Königlichen Hofbrauerei“ gekommen, wie ein Holzschild am alten Wohnturm der früheren Wasserburg verkündete. Während im kühlen Innern des Gemäuers naturtrübes Bier einer regionalen Brauerei in Plopp-Verschluss-Flaschen für die Besucher gelagert wurde, heizte Brauer Jan Rorig draußen den Maischesud im großen Kupferkessel über offenem Feuer auf etwa 60 Grad. „Das sieht ja aus wie Sägespäne“, kommentierte einer der Besucher beim Blick auf das blubbernde Gebräu.
„Beim Maischeprozess wird die Stärke in Zucker umgewandelt“, erklärt Brauer Rorig. Anderthalb Stunden müsse das Wasser-Malzschrot-Gemisch im Kessel unter ständigem Rühren vor sich hin köcheln. Dann werde der Sud beim Läutern von den Feststoffen getrennt. In die Flüssigkeit – die Würze – komme dann Hopfen dazu, und wiederum werde das Ganze etwa eine Stunde lang gekocht. Am Ende werde dem abgekühlten Gebräu Hefe zugesetzt und damit der Gärungsprozess in Gang gesetzt. Und da dieser drei bis vier Tage dauere, servierte der Braumeister den Besuchern am Sonntag Flaschenbier.

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