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Göttingen Weender Freibad: Umbau in der Warteschleife
Die Region Göttingen Weender Freibad: Umbau in der Warteschleife
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17:31 21.08.2015
Von Jörn Barke
Freibad Weende
Freibad Weende Quelle: Archiv
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Weende

Alexander Frey bestätigt den Wasserverlust. Das bedeute täglich etwa zwei Sattelschlepper voll, erklärt der Geschäftsführer der Göttinger Sport und Freizeit GmbH. Der Wasserverlust sei grundsätzlich nicht dramatisch, denn das Wasser stamme aus der Quelle Weendespring und versickere wieder im Untergrund, aus dem es komme. Ein Problem sei der Verlust allerdings, weil dadurch höhere Heizkosten anfielen. Vor dem geplanten Umbau zu versuchen, die Rohre zu reparieren, mache allerdings keinen Sinn, so Frey. Die Rohre lägen tiefer als drei Meter, und es bestehe die Gefahr, dass sie bei einem Reparaturversuch gänzlich funktionsuntüchtig werden können.

 

Er hoffe, dass der Umbau des Bades 2016 am Ende der Saison beginnen könne, so Frey. Für das Bad selbst stünden die Pläne. Im Augenblick gehe es darum eine Lösung für den südlichen Teil des Grundstücks, der verkauft werden soll, und die mögliche Neubebauung zu finden. Er sei jedoch zuversichtlich, dass das gelinge.

 

Für Eberhard Gramsch, den Vorsitzenden des Freibad-Fördervereins, könnten die Planungen dagegen schneller vorangehen. In Weende gebe es schließlich viele Ideen, wer in dem neuen Gebäude auf dem Freibadzentrum unterkommen könnte – von Vereinen über das Jugendzentrum bis hin zu einer Gaststätte.

 

Derzeit gebe es noch keine Gespräche mit einem möglichen Investor, erklärt Michael Westphal von der Stadtverwaltung. Die Stadt wolle erst den Rahmenplan für die Bebauung – auch für umliegende Bereiche – erstellen. Hier sei man im Zeitplan. Bei den derzeitigen Haushaltsplanungen sei nach wie vor vorgesehen, die zwei Millionen Euro Investitionskosten für den Umbau einzustellen, jeweils zur Hälfte verteilt auf die Jahre 2016 und 2017.

 

Nach langem Ringen um die Zukunft des Freibades war ein  vom Rat der Stadt beschlossener Kompromiss für den Umbau gefunden worden. Er sieht den Verkauf der Teilfläche und eine jährliche Beteiligung des Fördervereins an den Betriebskosten in Höhe von 30 000 Euro vor. Die Stadt will von den Umbaukosten maximal zwei Millionen Euro übernehmen.