Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Weihnachts-Kaufrausch offenbar nicht größer als im vergangenen Jahr
Die Region Göttingen Weihnachts-Kaufrausch offenbar nicht größer als im vergangenen Jahr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:11 28.11.2010
Von Matthias Heinzel
Gut gefüllt: die Göttinger Fußgängerzone am ersten Adventswochenende.
Gut gefüllt: die Göttinger Fußgängerzone am ersten Adventswochenende. Quelle: Heller
Anzeige

„Geschenke sind schon gekauft“, meint das Ehepaar Christel und Hermann Beuke. Aus Bodenfelde an der Weser angereist, bummeln sie mit ihren Enkeln Jana und Julian durch die weihnachtlich geschmückte Göttinger Fußgängerzone. Weil die zu Beschenkenden dabei sind und aufmerksam lauschen, wollen die Beukes auch nicht verraten, was sie gekauft haben. Nur so viel: Mehr als im vergangenen Jahr haben sie nicht für Geschenke ausgegeben. Und was haben sich die Enkel gewünscht? Jana hofft auf einen Computer, Julian ersehnt einen neuen Fernseher.
Auch Melanie und Marco Maiwald wollen nicht mehr Geld für Geschenke ausgeben als im vergangenen Jahr. Und schon gar keine großen Sachen kaufen. Unter den Erwachsenen in der Familie, sagt Melanie Maiwald, sei sogar erneut verabredet worden, sich gegenseitig gar nichts zu schenken. Klappt das? „Irgendwie nicht so ganz“, meinen die Maiwalds.
Für die Kinder in der Familie allerdings – die Maiwalds selbst haben noch keine – soll es Geschenke geben. Schwierig dabei: „Bei Kindern muss immer alles ganz up to date sein.“ Am ersten Advent allerdings kaufen die Maiwalds noch nichts: „Ich bin eine Spät-Shopperin“, sagt Melanie Maiwald.
Auch am ersten Adentswochenende unterwegs: der Göttinger Verleger und Privatgelehrte Tete Böttger, diesmal in Begleitung von Tochter Miriam. Laut Eigenauskunft Tiger-Expertin, wünscht sich die Achtjährige einen solchen. Keinen echten natürlich, denn „die sind ja vom Aussterben bedroht“, sondern einen aus Gummi. Böttger selbst schenkt sich zu Weihnachten „erstmal nur eine Bratwurst“, ahnt aber schon: „Die Wunschzettel rauschen auf mich zu wie eine Wand.“