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Göttingen Weihnachtsmarkt: Wurststreit vor Gericht
Die Region Göttingen Weihnachtsmarkt: Wurststreit vor Gericht
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20:12 19.08.2011
Der Göttinger Weihnachtsmarkt: Ein lukratives Geschäft, an dem viele teilhaben wollen, aber so gut wie nie können.
Der Göttinger Weihnachtsmarkt: Ein lukratives Geschäft, an dem viele teilhaben wollen, aber so gut wie nie können. Quelle: CR
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Göttingen  / Bad Gandersheim

Stadtsprecher Detlef Johannson bestätigte, das es ein Gespräch gegeben habe, in dem man Deiters die Aussichtslosigkeit seiner Bewerbung signalisiert habe. Grund: „Nach unserem Kenntnisstand hat er keinen eigenen Stand“, so Johannson. Das räumt Deiters ein – hält das aber für normal, weil er im Falle einer Zusage einen Stand erst auf die konkreten Gegebenheiten anfertigen wolle.

Überdies kritisiert Deiters die Göttinger Vergabepraxis, nach der im Göttinger Weihnachtsmarktbeirat, der die Verwaltung berät, Vertreter der Standbetreiber (Verein Göttinger Weihnachtsmarkt) oder etwa die Entsorgungsbetriebe sitzen: „Muss das sein?“ Deiters wolle mit einem besseren Konzept ein bestehendes Konzept ablösen.

Bis zu einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts sieht die Stadt Göttingen freiwillig davon ab, schriftliche Zu- oder Absagen zu erteilen, zu der sie sich in den „Richtlinien für die Vergabe von Standplätzen auf den Märkten der Stadt Göttingen“ jährlich bis zum 1. September verpflichtet hat. Allerdings erhält Deiters deshalb auch keine schriftliche Absage, gegen die er sich gegebenenfalls gerichtlich wehren könnte, weshalb sich das Verfahren im Moment im Kreis dreht.

Zur Vergabepraxis lehnt der Verein Göttinger Weihnachtsmarkt eine Stellungnahme ab: „Wenn Sie etwas Genaues wissen wollen, rufen Sie bei der Stadt an“, so die Vorsitzende Margret Bodem. Nach einer Präzisierung der Richtlinien im vergangenen Jahr wurde die Anzahl der Stände festgelegt.

Zurzeit seien das Gericht, die Stadt und der Kläger in Vergleichsgesprächen, teilt Olaf Lenz, Sprecher des Verwaltungsgerichts, mit. „Ich glaube aber nicht, dass der Weihnachtsmarkt gefährdet ist“, beruhigt Lenz.

Von Lukas Breitenbach