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Göttingen Bei der Eröffnung geht eine Ära zu Ende
Die Region Göttingen Bei der Eröffnung geht eine Ära zu Ende
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00:19 30.11.2017
Eröffnung des Göttinger Weihnachtsmarktes: Die Schüler der Albanischule singen auf der Bühne an der Stadtbibliothek. Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen

Es ist Weihnachtsmarkt: Am Montagnachmittag haben Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) und der 60-köpfige Schülerchor der Albanischule unter Leitung von Cornelia Kreische den Markt eröffnet.

Im regnerischen, nasskalten November-Schmuddelwetter war sich Köhler, der am Montag auch Geburtstag feierte, sicher: „Das sind Freudentränen darüber, dass der Weihnachtsmarkt nun endlich losgeht“, sagte er.

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„Das kann man wohl sagen“, pflichtete Besucher Bernd Schmidt bei und prostete mit dem ersten Glühwein der Saison seiner Frau Ute zu. Ja, sagte er, er sei richtiger Weihnachtsmarkt-Fan. Mindestens einmal in der Woche käme er für einen Besuch in die Göttinger Innenstadt. In den vergangenen Jahren habe der Markt qualitativ sehr gewonnen, meinte er.

Köhler wünschte sich, dass der Markt auch in diesem Jahr „freundlich, friedlich und angenehm“ verlaufe. Das sei nicht immer selbstverständlich, sagt Köhler. Gemeinsam mit der Göttinger Polizei hat die Stadtverwaltung ein Sicherheitskonzept erarbeitet, das nun umgesetzt wird. So war die Eröffnungsveranstaltung am Montag mit bis zu zwölf Polizisten im unmittelbaren Bühnenbereich, teils ausgerüstet mit Maschinenpistolen, gesichert.

Göttinger Weihnachtsmarkt 2017 ist eröffnet

Zudem gibt es Straßensperrungen mit Schleusen an der Zindelstraße, der Johannisstraße und am Kornmarkt. „Dadurch sollen unkontrollierte Zufahrten auf den Markt bei Aufrechterhaltung des innerstädtischen Bus- und des erforderlichen Lieferverkehrs verhindert werden”, sagte Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Bei den Schleusen werde eine Kette zwischen zwei Betonblöcken von Sicherheitspersonal vor Ort geöffnet, damit Fahrzeuge durchgelassen werden können. Versetzte Findlingen, Blumenkübel und ähnliches sollen als sogenannte „Zufahrtshemmnisse“ in der Roten und an der Weender Straße die Fahrer von großen Fahrzeugen zwingen, die Geschwindigkeit zu reduzieren. Außerdem gebe es Sperrungen – mit besetzten Fahrzeugen – an der Gotmarstraße und an der Pauliner Straße.

Mit der diesjährigen Weihnachtsmarkteröffnung endet eine langjährige Tradition. Zum letzten Mal, so Köhler, habe Lehrerin Cornelia Kreische den Albani-Schulchor auf der Weihnachtsmarktbühne geleitet. Unter ihrer Leitung hätten die Grundschüler stets „tapfer, mutig und angenehm“ mitgesungen. Auch am Montag hatte der Klassiker „In der Weihnachtsbäckerei“ nicht gefehlt. „Für nächstes Jahr müssen wir uns etwas einfallen lassen“, sagte Köhler.

30 Tage, 70 Beschicker

30 Tage lang, bis zum 29. Dezember, bieten mehr als 70 Weihnachtsmarktbeschicker rund um das historische Rathaus und die St.-Johannis-Kirche in der Göttinger Altstadt ihre Waren an. Darüber hinaus hat der Markt ein tägliches Kulturprogramm und Kunsthandwerkervorführungen im Angebot. Mehr als 100 Bäume haben der Weihnachtsmarktverein und die Marktbeschicker aufgestellt, um den in einen Winterwald zu verwandeln. An Heiligabend und den beiden Weihnachtsfeiertagen hat der Markt geschlossen, wochentags ist er von 10 bis 20.30 Uhr, sonntags von 11 bis 20.30 Uhr geöffnet.

Auch rings um den Markt erstrahlt die Innenstadt inzwischen weihnachtlich: An der Weender Straße leuchten in diesem Jahr vom Kornmarkt bis zum Stumpfebiel mehr als 20 000 Lichter an 150 Metern Lichterketten. Dazu kommen die dreidimensionalen Sterne, die rund zwei Meter Durchmesser haben und etwa 40 Kilo wiegen und die Lichterketten in den großen Bäumen. Auch in den Seitenstraßen gibt es Weihnachtsbeleuchtung.

Von Michael Brakemeier

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