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Göttingen Weiter Streit um Fünf-Euro-Ticket
Die Region Göttingen Weiter Streit um Fünf-Euro-Ticket
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22:45 23.01.2017
Von Michael Brakemeier
Es wird weiter über günstigere Busverbindungen im Kreis Göttingen Diskutiert. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

„Es dürfte Herrn Dr. Noack aus eigener politischer Praxis nicht gänzlich unbekannt sein, dass Beschlüsse zum Thema ‚Mobilität und Tarifstruktur im öffentlichen Personennahverkehr‘ nicht unmittelbar durch Kreistagsbeschluss umzusetzen sind. Insofern erstaunt sein Schnellschuss zu diesem wichtigen Thema“, kommentiert der SPD-Fraktionsvorsitzende Reinhard Dierkes Noacks Kritik. So sei der Wunsch von Reuter und der Mehrheitsgruppe im Kreistag aus SPD, Grünen und FWLG, zu prüfen, wie die Forderung nach diesem Ticket umgesetzt werden könne, durch einen Antrag im Verkehrsausschuss politisch auf den Weg gebracht. Noack sei »herzlich eingeladen«, daran mitzuarbeiten.

Der Antrag werde bereits in der Kreistagssitzung im Februar beschlossen und der Auftrag an den Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) gegeben, ist sich Dierkes sicher. Dessen neu eingestellter Geschäftsführer sei „ein ausgewiesener Fachmann“ für öffentlichen Personennahverkehr. „Wir sollten ihn in Ruhe arbeiten lassen«, heißt es in einer Mitteilung der SPD. Den ZVSN-Entscheidungsgremien gehörten schon immer auch Vertreter der Kreistags-CDU an. Diese seien aber „dadurch aufgefallen, dass sie sich in den Angelegenheiten einer verbrauchergünstigeren Tarifstruktur beziehungsweise einer zeitlichen Verkürzung der Busverbindungen erkennbar eingebracht hätten«, sagt Dierkes.

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Hintergrund der Auseinandersetzung zwischen SPD und CDU ist Reuters Wahlkampfversprechen, darauf hinzuwirken, dass die Bürger von jedem Ort im neuen Landkreis für maximal fünf Euro nach Göttingen reisen können. Statt dieses in die Tat umzusetzen, gebe es derzeit nur einen vagen Vorschlag der Mehrheitsgruppe für ein Sozialticket, kritisierte die CDU. Von dem versprochenen Fünf-Euro-Ticket „rudert Rot-Grün offenbar wieder zurück“. Dringenden Handlungsbedarf sah Susanne Mackensen-Eder, für die CDU im Verkehrsausschuss des Kreistages, bei den langen Fahrzeiten im Landkreis: „Momentan dauert eine Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Osterode nach Göttingen zwischen 80 und 105 Minuten und damit mehr als doppelt so lang wie mit dem eigenen Pkw«, sagte sie in der vergangenen Woche. Auch hier gebe es „zurzeit weder einen Zeitplan noch konkrete Pläne“. mib