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Göttingen Weitere Niederlage für Anleger der „Göttinger Gruppe“
Die Region Göttingen Weitere Niederlage für Anleger der „Göttinger Gruppe“
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21:21 11.12.2018
Symbolbild. Quelle: dpa
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Göttingen/Braunschweig

Anleger des insolventen Finanzkonzerns „Göttinger Gruppe“ haben erneut eine Niederlage erlitten. Das Landgericht Göttingen hat jetzt weitere 197 Klagen von Anlegern gegen eine Unternehmensberatungsgesellschaft sowie Wirtschaftsprüfer des Finanzkonzerns zurückgewiesen. Ähnlich wie auch schon in zahlreichen früheren Verfahren kamen die Richter auch in diesen Fällen zu dem Schluss, dass etwaige Schadensersatzansprüche der Anleger verjährt seien.

Die Firmenpleite des auf dem grauen Kapitalmarkt agierenden Finanzkonzerns ist einer der größten Anlageskandale der deutschen Nachkriegsgeschichte. 270 000 Anleger hatten auf die Anlagemodelle vertraut und Verträge über atypische Beteiligungen zur Altersvorsorge abgeschlossen. Finanzexperten hatten allerdings bereits Mitte der 1990er-Jahre vor einem Schneeballsystem gewarnt und die undurchsichtigen Strukturen und Beteiligungen des Unternehmens kritisiert. Im Juni 2007 eröffnete das Amtsgericht Göttingen das Insolvenzverfahren über die Securenta AG, die als Hauptgesellschaft des Konzerns fungierte. Insgesamt soll die „Göttinger Gruppe“ rund eine Milliarde Euro von Anlegern eingesammelt haben.

Die klagenden Anleger wurden allesamt von einer Anwaltskanzlei in Jena vertreten. Für die Anwälte dürfte es ein einträgliches Geschäft sein, für die Mandanten ist es dagegen bislang ein weiteres Verlustgeschäft. Insgesamt hat die Kanzlei mehr als 4500 Schadensersatzklagen gegen Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer des Finanzkonzerns beim Landgericht Göttingen erhoben. Inzwischen haben die Richter rund 2500 Verfahren erledigt. In allen bislang entschiedenen Fällen seien die Klagen der Anleger abgewiesen worden, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Mehrere Hundert Anleger wollten die erstinstanzliche Entscheidung nicht hinnehmen und legten Berufung beim Oberlandesgericht Braunschweig (OLG) ein. Das OLG bestätigte jedoch in allen bislang entschiedenen Fällen die Auffassung der Göttinger Richter.

Von Heidi Niemann

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