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15:30 21.06.2019
Nicht nur Großveranstaltungen wie die „Nacht der Kultur“ bekommen Fördermittel, sondern auch kleinere Events und Projekte. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Der Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen hat dem Ausschuss für Kultur und Wissenschaft seinen dritten Bericht über Zuschüsse an kulturelle Projekte und Einrichtungen im Jahr 2019 vorgelegt. Darin werden sechs Anträge skizziert – jeweils mit einer kurzen Erläuterung, den prognostizierten Gesamtkosten, der Antragssumme und einem Verwaltungsvorschlag für die jeweilige Förderung vorbehaltlich der Freigabe des Haushalts.

Im Februar und April hatte der Fachdienst bereits 25 Förderungen mit einem Gesamtvolumen von 36 845 Euro vorgestellt, darunter 6000 Euro für die „Nacht der Kultur“ von Pro City, 3500 Euro für das Impro-Theater-Festival der Göttinger Comedy Company und 2045 Euro für die Göttinger Kinder- und Jugendbuchwoche der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die Beträge der 22 weiteren Förderungen liegen jeweils zwischen 500 und 2000 Euro.

Workshops, Konzerte und mehr

Nun kommen also sechs weitere Förderungen hinzu. So soll die katholische Hochschulgemeinde für ihren Tango-Open-Air-Abend am 13. Juli einen Zuschuss von 700 Euro erhalten (Antrag: 1000 Euro, Gesamtkosten: 4000 Euro). Der Kantorei St. Jacobi sollen für ihre diesjährige Konzertreihe 1500 Euro zugedacht werden (entspricht dem Antrag, Gesamtkosten 36 800 Euro). Der Verein „Salon für Kunst und Kultur“ (SaKuKu) möchte in der zweiten Jahreshälfte Workshops und eine Ausstellung im „Hafenzimmer“ finanzieren. Die Gesamtkosten in Höhe von 1100 Euro hatte er auch als Fördersumme beantragt, die Verwaltung schlägt hier 700 Euro vor.

Für das fast 25 000 Euro teure Melharmony-Festival im Oktober hatte der Verein European Melharmony Music & Art 2675 Euro als Förderung beantragt. Der Verwaltungsvorschlag beläuft sich hier auf 1000 Euro. Parallel soll das Projekt aus Mitteln der Göttinger Kulturstiftung mit weiteren 1000 Euro gefördert werden. Die Lesbischwulen Kulturtage der Göttinger Aids-Hilfe, deren Gesamtkosten mit 4180 Euro angegeben werden, sollen mit 1500 Euro bedacht werden – was der Antragssumme entspricht.

Kolonialgeschichte in Göttingen

Mit den Spuren deutscher Kolonialgeschichte in Göttingen soll sich die kostenlose App „Göttingen Postkolonial“ befassen, die sich ab Herbst 2020 sowohl an Bewohner als auch an Touristen richten soll. Entwickelt wird die App von der „Werkgruppe2“, die sich dem dem neuen Forum Wissen, den Universitätsinstituten der Mittleren und Neueren Geschichte, dem Ethnologischen Institut, dem Museum Friedland, dem Städtischen Museum Göttingen und der Stadtbibliothek Göttingen gleich mehrere Kooperationspartner ins Boot geholt hat. Die Applikation soll „Stadtgeschichte in einer neuen Perspektive erfahrbar machen“, heißt es in einer Beschreibung. Sie werde Objektgeschichten, Personenbeschreibungen und historische Ereignisse erzählen sowie aktuelles Bildmaterial und Interviews präsentieren. Die Gesamtkosten werden mit 62 000 Euro beziffert; der Verwaltungsvorschlag für eine Förderung entspricht auch hier mit 2000 Euro der Antragssumme.

Über die Verwendung der seit 2016 mehrfach deutlich gestiegenen Zuschüsse der Stadt für die Vereins- und Projektarbeit des Vereins Rockbüro sowie die Livemusik- und Festivalförderung (für 2019 allein 75 000 Euro) referierten vor dem Ausschuss Sascha Pelzel und Johannes Förster (siehe Extra-Text).

Deutlich mehr Geld für Livemusik

Der Zuschuss der Stadt Göttingen für die Vereins- und Projektarbeit des Vereins „Out-O-Space Rockbüro Göttingen, die Livemusik- sowie die Festivalförderung ist in den vergangenen drei Jahren mehrfach deutlich gestiegen. Sascha Pelzel und Johannes Förster vom Rockbüro erläuterten den Mitgliedern des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft jetzt, wie das Geld konkret eingesetzt wird. Sie stellten unter anderem Förderkriterien und -verfahren vor und gingen auch auf die Entwicklungen der vergangenen Jahre ein. So habe der Zuschuss der Stadt 2016 noch bei 29 400 Euro gelegen, 2017 bei 39 400 Euro und 2018 bei 45 000 Euro. Im Plan für 2019 sind 75 000 Euro vorgesehen, wovon 18 750 Euro auf die Vereins- und Projektarbeit des Rockbüros entfallen sollen. Für die Livemusikförderung stehen demnach 47 660 Euro zur Verfügung, die sich auf verschiedene Locations verteilen. Erstmals ist im Plan 2019 auch eine Festivalförderung aufgelistet (10 030 Euro). Hiervon sollen beispielsweise das Herberhausen Open Air und die „Full Metal Mensa“ profitieren. Die Gesamtausgaben für das laufende Jahr liegen bei bis zu 76 440 Euro, weil 2018 Mittel in Höhe von 1440 Euro nicht abgerufen worden waren. Insgesamt sollen mehr als 300 Projekte und Veranstaltungen gefördert werden, darunter allein 120 im „Nörgelbuff“ (2018: 82), 60 vom Verein „Kreuzberg on Kultour“ (Vorjahr: 32), 45 im „Exil“ (Vorjahr: 28) und 38 im „Dots“ (Vorjahr: 17). Auch das „Vinyl Reservat“ (18), der „Freihafen“ (15) und das „Stadion“ (drei) sollen wieder Fördermittel für ihre Veranstaltungen erhalten – fünf der genannten sieben Veranstalter bekommen dem Plan zufolge deutlich mehr Geld als im Vorjahr.

Von Markus Riese

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