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Göttingen Weltkatzentag: Ein Besuch im Katzenhaus Luttertal in Göttingen
Die Region Göttingen Weltkatzentag: Ein Besuch im Katzenhaus Luttertal in Göttingen
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14:33 12.08.2013
Von Katharina Klocke
Müde, scheue Katze: Hexe wurde mit ihren drei Kindern einfach am Katzenhaus abgestellt. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Den Weltkatzentag hat 2002 der Internationale Tierschutz-Fonds ausgerufen, um Menschen zum Schutz und zur artgerechten Haltung zu ermahnen.

Denn nicht alle Menschen meinen es gut mit den Feliden. Zwar leben offiziell mehr als acht Millionen davon in deutschen Haushalten. Weitere Millionen aber kämpfen ohne Familienanhang und verwildert täglich um ihr Leben.

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Das weiß Monika Bossmann, Leiterin des  Katzenhauses Luttertal des Bundes gegen Missbrauch der Tiere nur zu genau: Immer wieder werden verwahrloste und verängstigte Kätzchen bei ihr abgegeben.

20 junge Katzen im Luttertal

Zurzeit versorgt sie 68 herrenlose Vierbeiner am Stadtrand von Göttingen, „mehr können wir im Moment nicht unterbringen, weil unsere Quarantänestation wegen Sanierung ausfällt“, sagt die Tierschützerin.

Viele der Tiere sind sehr scheu und deshalb nur schwer vermittelbar. Sogar  einige der Jungkatzen, die in diesem Jahr vermehrt abgegeben wurden. „Aus unserer Sicht hat die Kastrationsaktion in Göttingen nichts gebracht“, meint Bossmann.

Die Stadt Göttingen gewährt Privatleuten, die frei lebende Katzen zum Tierarzt bringen, einen Zuschuss zur Kastration.

Am 8. August ist Weltkatzentag. Swen Pförtner war aus diesem Anlass mit der Kamera im Katzenhaus Göttingen untwegs.

20 junge Katzen leben derzeit im Luttertal, viele davon halbwild. Der Nachwuchs der dunkelrot-getigerten Hexe etwa: „Die vier Katzen standen in einem völlig verdreckten Korb einfach vor unserer Tür“, erzählt Bossmann.

Weil die Katzenkinder rund sechs Wochen mit ihrer Mutter ohne Menschenkontakt aufwuchsen, tun sie sich schwer, Vertrauen aufzubauen.

Viele der Vierbeiner leben seit Jahren im Katzenhaus, ohne jemals vermittelt zu werden. Wie Bodo und Dina, die Bossmann vor Jahren im Garten eines verlassenen Hauses an der Reinhäuser Landstraße einfing.

Sorgenkinder

Oder der schwarz-weiße Moritz, seit 2004 im Katzenhaus. „Er ist nicht ängstlich, aber auch nicht zahm und lässt sich nicht anfassen.“ Solche Katzen hätten nur die Chance, als frei lebende Mäusefänger auf einem Bauernhof ein neues Zuhause zu finden.

Aber nicht einmal zutrauliche Tiere wie der grau-getigerte Leo oder sein schwarzer Bruder Linus wurden vermittelt, dabei sind sie noch kein Jahr alt.

Ein Sorgenkind ist auch Bonny, ein sechsjähriger Main-Coone-Mischling. Der langhaarige Kater liegt teilnahmslos im Gras neben dem Katzenhaus, „er trauert um sein Frauchen, die Besitzerin ist gestorben“, sagt Bossmann.

Bonny musste einzeln untergebracht werden, „er ist unverträglich mit den anderen Katzen“, ergänzt sie. Vielleicht klappt es mit der Vermittlung ja heute, am Weltkatzentag.

Kontakt: Telefon 05 51 / 2 28 32, oder im Internet unter katzenhaus-luttertal.de

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