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Göttingen Sauberes Wasser nicht selbstverständlich
Die Region Göttingen Sauberes Wasser nicht selbstverständlich
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17:29 09.11.2018
In der Göttinger Kläranlage wird das Abwasser gereinigt. Quelle: r
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Göttingen

Die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) weisen darauf hin, dass am Montag, 19. November, Welttoilettentag ist. Auch wenn der Name Anlass zum Schmunzeln gebe, habe der Welttolilettentag einen ernsten Grundgedanken.

„Hintergrund des Jahrestages ist das Fehlen ausreichend hygienischer Sanitäreinrichtungen für mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung und die daraus resultierenden gesundheitlichen und sozio-ökonomischen Folgen“, heißt es in einer Mitteilung der Göttinger Verkehrsbetriebe. Mangelnde Hygiene begünstige das Ausbreiten von Krankheiten durch Keime, Viren und Bakterien durch verunreinigtes Wasser.

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Tag 2001 ins Leben gerufen

Den Welttoilettentag gibt es erst seit 2001. Ins Leben gerufen hat ihn die Welttoi­lettenorganisation. Die Vereinigten Nationen ernannten den Tag zu einem regelmäßigen Jahrestag. „Und das, obwohl doch die Zeitschiene von der öffentlichen Latrine der Römer über die stin­kende Stadt im Mittelalter bis zur heute eher unsichtbaren und geruchlosen Toiletten­kultur eine lange und be­wegte Geschichte aufzeigt“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Krankheiten durch Fäkalien

Die Selbstverständlichkeit, Wasser im Alltag zu gebrauchen und das durch den Gebrauch entste­hende Abwasser nachhaltig zu klären, sei nicht überall gegeben. Weltweit verfügten rund 2,5 Milliarden Menschen nicht über ausreichende sanitäre Anlagen. Dies habe oft dramatischen Folgen für ihre Gesundheit, denn die Fäkalien gelängen in Flüsse, aus denen auch Trinkwasser gewonnen wird. Fast eine Milliarde Menschen verrichteten Ihre Notdurft im Freien.

„Wie wertvoll die Dienstleistung Abwasserreinigung ist, wird erst dann empfindlich erfahrbar, wenn sie gar nicht oder nur unzureichend zur Verfügung steht, beispielsweise auf Reisen“, sagt GEB-Sprecherin Maja Heindorf.

30000 bis 80000 Kubikmeter Abwasser am Tag

Auf Göttingens moderner Kläranlage seien etwa 30 Mitarbeiter im Einsatz, damit die nach neuestem Stand der Technik arbeitende Anlage rund um die Uhr verlässlich laufe. Hier werden pro Tag je nach Wetterlage zwischen 30000 und 80000 Kubikmeter Abwasser ge­reinigt. In 24 Stunden Durchlaufzeit verwandelt die vollbiologische, mehrstufige Abwasserreinigungsanlage das an­kommende Schmutzwasser wieder in klares sauberes Wasser.

Während in der ersten Reinigungsstufe mit mechanischen Verfahren biologisch nicht abbaubare Grob­stoffe entfernt werden, erfolgt in der zweiten und dritten Reinigungsstufe die eigentliche biologische Reini­gung des Abwassers.

Von Vera Wölk

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