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Göttingen Wiedersehen mit Freunden bei der 3. Göttinger Oldienight
Die Region Göttingen Wiedersehen mit Freunden bei der 3. Göttinger Oldienight
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12:00 26.11.2017
BooM bei der 3. Göttinger Oldienight.
BooM bei der 3. Göttinger Oldienight. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Zwei Monate dauerte für Organisator Klaus Faber die heiße Phase der Vorbereitung für die dritte Göttinger Oldienight. „Mit den Bands habe ich natürlich schon viel früher gesprochen“, sagt Faber. Er hatte einen Rekord zu vermelden: „40 Musiker in acht Bands, das war noch nie da.“ „Aorta“, die „Rathausrocker“, BooM“, die „Panzerknacker“, „Take Five“, „The Original Beatniks“, „Last Exit“ und „25 Bugz“ spielten Oldies but Goldies rauf und runter. Faber selbst spielte in drei dieser Bands mit. Er hatte sich auch noch etwas fürs Rahmenprogramm ausgedacht. Neben der Traditionswand, die schon bei der letzten Oldienacht viel Beachtung fand, wurden diesmal auch die Musiker, damals und heute, auf Monitore projiziert. Der Veranstalter war angespannt, aber glücklich. „Hier trifft man eben Leute, die man schon vor 20, 30 oder 40 Jahren getroffen hat.“ Eine Umarmung reihte sich an die andere. Eines war und ist Faber ganz besonders wichtig und gehört ganz fest zu seinem Oldienight-Konzept. „Es wird nur live gespielt, hier kommt definitiv nichts vom Band.“

Wiedersehen mit Freunden bei der 3. Göttinger Oldienight in der Soccer Arena.

Bassist und Band-Urgestein Ulli Herzog war nun auch schon zum dritten Mal bei der Göttinger Oldienight mit dabei. „Man trifft hier so viele Musiker, mit denen man schon irgendwann zusammengespielt hat, irgendwie ist es wie ein Veteranentreffen“, sagt Herzog. „Wir sind zwar alle etwas älter geworden, aber natürlich nur äußerlich. Doch es ist immer ein Riesenspaß, bei dem auch viele Erinnerungen hochkommen.“ Von der Livemusik kann und will er nicht lassen. „Ich spiele ein Mal im Monat im Nörgelbuff – am liebsten mit jungen Leuten“, sagt Herzog.

Erstmals wurden Outfits aus den 60er, 70er und 80er Jahren prämiert, Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler gab sich die Ehre und zeichnete mit Stadtwerke-Vorstand Frank Wiegelmann und Organisatoren-Gattin Heidi Faber die besten Kostüme aus. Kein ganz einfaches Unterfangen. Es gewann ein hellblau-gewandetes Paar. „Eine wirklich gelungene Veranstaltung“, lautete Köhlers Urteil zum Göttinger Oldienight.

Der Preisverleihung folgte dann mit den „Original Beatniks“ wohl den Höhepunkt des Abends, viel tanzbares und vor der Bühne gab es keinen freien Platz mehr, bei „1000 und 1 Nacht (Zoom!) “ von Klaus Lage wurde fleißig und laut „1000 Mal berührt“ mitgesungen. Musikalisches Highlight war dann der Golden Earring-Klassiker „Radar Love“ aus dem Jahr 1973.

Knapp 30 dienstbare Geister sorgten für die Gäste. Der Durst war groß, die Stimmung aller bestens und Soccer Arena-Geschäftsführer Holger Jorzig schwärmte. „Das ist einfach eine geile Veranstaltung. Mit diesen Bands bin ich beim Altstandfest aufgewachsen und habe mich immer bis ganz nach vorne an die Bühne vorgearbeitet.“

Und da war noch Moderator Markus Riese, der charmant und mit Rüschenhemd durch den Abend führte. Doch nicht nur dies, er zeigte auch, dass der seine Stimme zum Gesang nutzen kann: Als Leadsänger bei „Miami 2017“ von Billy Joel mit „Aorta“ und mit den „Rathausrockern“ bei „Handle with care“ von den Traveling’ Wilburys.

Das Ziel für die vierte Göttinger Oldienight kann eigentlich nur lauten: Die Karten innerhalb eines Tages restlos abzuverkaufen.

Von Frank Beckenbach

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