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Göttingen Wildes Parken am Göttinger Kiessee: Reichen Verbotsschilder, oder müssen Findlinge her?
Die Region Göttingen Wildes Parken am Göttinger Kiessee: Reichen Verbotsschilder, oder müssen Findlinge her?
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18:29 25.09.2019
Weil früher immer viele Autos am Radweg parallel zur Leine abgestellt wurden, hat die Stadt Göttingen reagiert. Und sie will den Bereich weiter im Auge behalten. Quelle: r
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Göttingen

Der Park-Ärger am Göttinger Kiessee geht weiter – allerdings gebremst. Vorerst sollen zusätzliche Schilder nachlässige Autofahrer stoppen, die am Nordende des Sees unerlaubt neben dem Leineweg parken. Sollte das nicht ausreichen, wird nachgerüstet: mit großen Findlingen oder ähnlichen Sperren.

Immer wieder haben Autofahrer in den vergangenen Jahren ihre Fahrzeuge auf den Grünflächen neben dem Leine-Radweg zwischen Sandweg und Rosdorfer Kreisel abgestellt. Und immer wieder hätten sich darüber Bürger sowie Schrebergärtner aus der Anlage gleich nebenan beschwert, bestätigte die Stadtverwaltung am Dienstag im Mobilitätsausschuss des Rates. Zuvor hatten die Grünen per Antrag darauf gedrängt, zu handeln.

„Zumindest“ ein Teilerfolg

Der Radweg entlang der Leine gehöre zum Radwanderweg Leine-Heide, erklärte der Fachbereich Ordnung jetzt. Schon aus diesem Grund sei die Verwaltung daran interessiert, dass Rad- und Gehweg nicht zugeparkt sind. In Absprache mit Polizei und anderen seien inzwischen zusätzliche Parkverbotsschilder aufgestellt worden – mit einem Teilerfolg. Die Verstöße seien „zumindest“ zurückgegangen. Darüber hinaus kontrolliere der Stadtordnungsdienst den Bereich „im Rahmen seiner personellen Kapazitäten“ häufiger.

Eine Entwicklung, die die Politiker im Mobilitätsausschuss zustimmend zur Kenntnis genommen hätten, bestätigt die Vorsitzende, Sabine Morgenroth (Grüne), allerdings mit Einschränkungen. Sollten weiterhin immer wieder Autos unerlaubt abgestellt werden, „müssten bauliche Maßnahmen folgen“.

Findlinge auch problematisch

Das sieht auch die Verwaltung so. In ihrer Stellungnahme wies sie allerdings darauf hin, dass Barken, Sperrblöcke, Findlinge und ähnliche Barrieren problematisch sein könnten: Sie würden auch die freie Nutzung des Weges für Radfahrer einschränken. Und bei Unfällen könnte die Stadt in die Pflicht genommen werden, wenn die Barrieren nicht „verkehrssicher“ gestaltet sind.

Vor acht Jahren hatte es bereits eine ähnliche Diskussion um eine Fläche auf der anderen Seite des Sandweges gegeben. Immer wieder hatten dort Autofahrer eine Wiese an der Flüthe als Parkplatz genutzt. Diese aber liegt in einem ausgewiesenen Landschaftsschutz- und Überschwemmungsgebiet. Inzwischen ist sie durch senkrechte Balken um Boden versperrt.

So erreichen Sie den Autor: Tel.: 0551/901731, Mail: u.schubert@goettinger-tageblatt.de; Twitter: @goeschubi, Facebook: Goeschubi GT 

Von Ulrich Schubert

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