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Göttingen Wirecard: Göttinger CDU-Abgeordneter Güntzler im parlamentarischen Untersuchungsausschuss
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Wirecard: Göttinger MdB/CDU sitzt im parlamentarischen Untersuchungsausschuss

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16:53 05.10.2020
Im Zusammenhang mit dem Zahlungsdienstleister Wirecard stehen Vorwürfe wie Betrug und Bilanzfälschung im Raum. Quelle: dpa
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Berlin/Göttingen

Der Fall des Zahlungsdienstleisters Wirecard soll in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Bundestags aufgearbeitet werden. Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler wird für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion an den Untersuchungen teilnehmen, teilte sein Berliner Büro mit.

Da in den Sondersitzungen des Finanzausschusses während der parlamentarischen Sommerpause Fragen zu den Ende Juni aufgedeckten Bilanzmanipulationen bei Wirecard nicht vollständig hätten geklärt werden können, seien jetzt die Mitglieder des Untersuchungsausschusses gefragt. Güntzler bringe als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater das nötige Know-how und die entsprechende Berufspraxis für die Aufklärung der offenen Fragen mit, heißt es in der Mitteilung seines Büros.

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Unklar, wie Wirecard Bilanzen manipulieren konnte

„Es ist immer noch nicht klar, wie Wirecard derart ihre Bilanzen manipulieren und fälschen konnte“, wird Güntzler in der Mitteilung zitiert. Und: „Wir werden uns aber auch damit befassen müssen, wie die Bilanzfälschung so lange unerkannt bleiben konnte. Es kann nicht sein, dass sich keine Behörde für Wirecard zuständig gefühlt hat beziehungsweise dass keine Behörde zuständig war. Dies betrifft letztlich auch unser Finanzministerium und Finanzminister Olaf Scholz.“

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Nach dem Untersuchungsausschuss zu Cum-Ex sei dies bereits die zweite Teilnahme an einem Untersuchungsausschuss für Güntzler, heißt es weiter. Die konstituierende Sitzung werde am Donnerstag, 8. Oktober, erfolgen. In den folgenden Sitzungswochen werde der Ausschuss mit der Befragung von Zeugen die Arbeit aufnehmen.

Von Stefan Kirchhoff