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Göttingen Wirtschaftsstrafkammer: Gefängnis nach Betrug mit Handys
Die Region Göttingen Wirtschaftsstrafkammer: Gefängnis nach Betrug mit Handys
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19:42 10.06.2013
Quelle: dpa
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Göttingen

Die 28 und 30 Jahre alten Männern sind am Montag von der Wirtschaftsstrafkammer zu zwei Jahren und acht Monaten sowie zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Das Gericht sah 18 Fälle des vollendeten und 29 Fälle des versuchten Betruges als erfüllt an.

Intensive Betrugshandlungen

Dass die Angeklagten am zwölften Verhandlungstag noch ein volles Geständnis abgelegt haben, während sie zuvor allenfalls einen Teil der Taten zugaben, hat sie nicht davor bewahrt, hinter Gitter zu müssen. Zu intensiv seien die Betrugshandlungen und zu lang die Dauer des betrügerischen Systems gewesen, so der Kammervorsitzende David Küttler, dass eine Strafe zur Bewährung nicht vertretbar gewesen wäre.

Erfundene Adressen

Die Männer hatten von 2007 bis 2009 in ihrer GmbH Lücken bei den Handyverträgen der Telekom-Tochter T-Mobile genutzt, indem sie Vertragspakete, sogenannte Bundles, auseinandernahmen, die Mobiltelefone auf eigene Rechnung verkauften und die Verträge entweder auf erfundene Adressen oder auf selbst gegründete Firmen nach britischem Recht (Ltd.) anmeldeten. Das fiel nicht auf, brachte der Firma Provision, ohne dass T-Mobile je einen Cent Umsatz mit den Verträgen machte. Mit 1694 fingierter Verträge ergaunerten die beiden 75 323 Euro.

Außerdem täuschten sie von 2007 bis 2009 massenhaft Reparaturaufträge für ihre Firma vor, für die sie Reparaturpauschalen der Hersteller erschwindelten. 15 674 Scheinreparaturen wurden abgerechnet und 168 633 Euro ergaunert.

ck