Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Wochenendkolumne: Alles Gute, „hein“!
Die Region Göttingen Wochenendkolumne: Alles Gute, „hein“!
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:05 29.03.2019
Tageblatt-Redakteur Matthias Heinzel vor dem Neuen Rathaus. Quelle: Hinzmann
Göttingen

Am Freitag hat „hein“ seinen letzten Tag als Lokalredakteur beim Tageblatt hinter sich gebracht. Für gewöhnlich gehört es nicht zu den schönsten Momenten in der Woche, am Sonnabendmorgen feststellen zu müssen, Hauptakteur der Wochenendkolumne im Tageblatt zu sein. Ein guter Grund, mal eine Ausnahme zu machen. Ein noch besserer: Es ist Zeit, einem Kollegen einen Kranz zu flechten, ihn zu ehren und aus der Redaktion zu verabschieden. „hein“ hat am Freitag seinen letzten Arbeitstag als Lokalredakteur hinter sich gebracht.

hein war lange Zeit Teil der Tageblatt-Redaktion. Quelle: Heller

Vieles zeichnet den Kollegen aus, und das alles werde ich vermissen, beispielsweise:

Seine Sparsamkeit: „hein“ habe ich als Heinzel kennengelernt. Lange war mir nicht klar: Ist das Vor- oder Nachname? Nachname, wie sich nach Lektüre der ersten vollständigen Autorenzeile herausstellte, aber Kolleginnen und Kollegen und Heinzel selbst nutzten den Namen häufig für beide Zwecke. Warum zwei Namen, wenn’s auch einer tut?

Seine Flexibilität: „hein“ kommt mit einem Thema in die Redaktion zurück. Logische Frage: Wie viel Platz wird er dafür benötigen? „hein“: „Zwischen 20 und 200 Zeilen – was gebraucht wird.“ Eine Haltung, die man sonst von Ruhrpott-Handwerkern kennt: Was nicht passt, wird passend gemacht. Wenn’s irgendwo auf der Seite knirscht oder ein halber Absatz fehlt – „hein“ arbeitet fix auf Länge. Passt, läuft – gute Laune inbegriffen.

Sein Riecher: Eine alte Weisheit im Lokaljournalismus: Der Aufmacher kommt nicht mit der Post. Für gute Aufmacher braucht man Riecher und Rechercheure. Solche wie „hein“. Der hat eine Reihe bemerkenswerter Geschichten geahnt, gesehen, aufgespürt. Zum Beispiel die mit den falschen Goldbarren. Gut, für ein ortsansässiges Kreditinstitut nicht die Sternstunde des lokalen Bankgeschäftes, aber eine Story, die bundesweit Wellen geschlagen hat.

Matthias Heinzel (r.) wird hoffentlich auch nach seiner Zeit beim Tageblatt viele Gründe zum Feiern haben. Quelle: Heller

Seine Kreativität: „hein“ hat eine Geschichte über einen Schurken recherchiert, der dem IS nahestand und sich in Göttingen herumtrieb. Die Geschichte war sauber, die Geschichte war rund – einzig ein Bild fehlte noch. „hein“ wollte sich kümmern, und er hat sich gekümmert. Woher er denn DAS Bild habe, wollte ich von ihm wissen. Und mit einem Höchstmaß an Selbstverständlichkeit und Lässigkeit antwortete er mir: „Hab’ ich vom IS besorgt.“ Warum habe ich auch gefragt?

Lieber Matthias Heinzel, es war mir eine Ehre und eine Freude. Alles Gute!

Ihr to

Christoph Oppermann Quelle: Christina Hinzmann

Sie erreichen den Autor unter

E-Mail: c.oppermann@goettinger-tageblatt.de

Twitter: https://twitter.com/tooppermann

Facebook: https://www.facebook.com/christoph.oppermann

Von Christoph Oppermann

Göttingen Neues Lufthansa-Flugzeug - Die „Göttingen“ hebt ab

Für rund 310 Millionen Dollar hat die Lufthansa einen Airbus der Reihe A350 gekauft und auf den Namen „Göttingen“ getauft. Die „Göttingen“ geht ab 4. April auf Strecke.

29.03.2019

Bei der Vernissage seiner Ausstellung vor drei Wochen gestaltete der offizielle Disney-Zeichner Ulrich Schröder elf Bilder für eine Verlosung. Die Gewinner nahmen ihre Bilder jetzt in Empfang.

29.03.2019
Regional Göttinger Symphoniker zur Stadthalle - Nicht zwangsläufig im Ostviertel

Der Vorstand des Göttinger Symphonie-Orchesters hat sich zusammengesetzt und die vier Tageblatt-Fragen zum weiteren Umgang mit der Göttinger Stadthalle beantwortet. Er präferiert eher einen Neubau.

29.03.2019