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Göttingen Wohnen und Gewerbe am Weender Tor
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18:50 14.12.2018
An der Berliner Straße: Die Fläche des Grotefendareals zwischen Vapiano und Eichamt soll neu bebaut werden.
An der Berliner Straße: Die Fläche des Grotefendareals zwischen Vapiano und Eichamt soll neu bebaut werden. Quelle: Christina Hinzmann / GT
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Göttingen

 Wohnen und Gewerbe am Weender Tor – das will auch die SPD. Aber nicht so wie es der geänderte Entwurf der Verwaltung für den Bebauungsplan „Weender Tor West“ vorsieht. Statt einer neuen Bebauung des Geländes zwischen dem Restaurant Vapiano im Osten und dem Eichamt im Osten mit zwei neuen Gebäuden, die keine geschlossene Front zur Berliner bilden, wie es der Verwaltungsvorschlag vorsieht, bevorzugt die SPD eine „Riegelvariante“, bei der die Gebäude eine geschlossene Front zur Straße bilden. Diese biete besseren Lärmschutz, argumentierte Sylvia Binkenstein für die SPD. Und nicht zuletzt würde die von ihr präferierte Variante, 1400 Quadratmeter mehr Fläche für neue Wohnungen bieten, als die des Verwaltungsentwurfes.

Das Weichbild der Stadt

„Wir können jede Wohnung in Göttingen“, pflichtete Stadtbaurat Thomas Dienberg Binkenstein bei. „Wir dürfen aber nicht die Regeln des Städtebaus über Bord werfen.“ Ließe man eine Riegelbebauung zu, „kommt die klassische Investorenarchitektur“. Der Wall gehöre zum Weichbild der Stadt. Da könne es nicht egal sein, wie der aussieht, sagte Dienberg.

Der Entwurf für den Bebauungsplan folgt dem Innenstadtleitbild, das die Aufwertung aller Stadteingänge vorsieht. Im Bereich Weender Tor West sollen Sichtbeziehung zwischen Berliner Straße und Wall hergestellt werden. Gleichzeitig soll die Nutzung durch Aufstockung bestehender Gebäude und dem Bau mehrgeschossiger Gebäude mit bis zu 4 Geschossen verdichtet werden.

Urbanes Gebiet am Wall

Ziel ist es, so die Ausführungen der Verwaltung, in dem Bereich zwischen Berliner Straße, Leinekanal, Wall und Weender Tor ein so genantes Urbanes Gebiet zu entwickeln. Wohnen sowie Dienstleistungen und sonstiges Gewerbe wären dort möglich.

Dienberg betonte, das die Fristen drängen. So wurde 2016 von einem Investor bei der Stadt Göttingen eine Bauvoranfrage für die Errichtung eines Parkhauses mit etwa 400 Stellplätzen eingereicht. Allerdings widersprach das Vorhaben dem Innenstadtleitbild. Ein Gutachten wies nach, dass das geplante Parkhaus an dem Standort unzulässig ist, da die Erschließung nicht gesichert ist, erläutert die Verwaltung.

„Sexy“ Parkhaus-Variante

Eine Bauvoranfrage für das Parkhaus wurde mit Bescheid zunächst zurückgestellt und im Anschluss eine Veränderungssperre erlassen, die im August 2019 wieder außer Kraft tritt. Nach Dienbergs Auskunft hat der Investor gegen die Zurückstellung der Bauvoranfrage Widerspruch und Klage eingelegt.

Die CDU sprach sich für die geplante Bebauung aus. Olaf Feuerstein betonte allerdings: „Wir haben auch die Parkhaus-Variante sexy gefunden.“

Von Michael Brakemeier

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