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16:44 12.04.2018
Workshop Diversity Challenge in Göttingen
Workshop Diversity Challenge in Göttingen Quelle: Böhm
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Göttingen

Mit der Diversity Challenge ruft der Verein Charta der Vielfalt junge Beschäftigte und Auszubildende dazu auf, sich für Vielfalt stark zu machen – und zwar dort, wo sie arbeiten. Wer am Wettbewerb teilnehmen will, ist aufgefordert, Aktionen zu den verschiedenen Dimensionen von Vielfalt wie Geschlecht, Nationalität, ethnische Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität zu entwickeln.

In den sogenannten Labs können die jungen Leute sich wie jetzt in Göttingen dem Thema annähern. Es gehe darum, herauszuarbeiten, „wo die Stellschrauben sind, um das Thema mit Leben zu füllen“, erklärt Projektleiterin Betina Psyk. Das Training soll die jungen Erwachsenen fit machen, einen Impuls setzen.

Wer sich dann entschließt, am Wettbewerb teilzunehmen, muss ein Team mit mindestens drei Mitgliedern bilden. Wer im eigenen Unternehmen keine Gruppe zusammen bekommt, „dem helfen wir auch Partner zu finden“, so Christian Hengstermann vom Wettbewerbsbüro. Außerdem brauchen die Teilnehmer einen Mentor, der sie unterstützt.

18 junge Leute waren am Donnerstag in der Volkshochschule in Göttingen zusammengekommen, unter anderem aus der Firma Sartorius und den Göttinger Werkstätten. In drei Gruppen haben sie erste Ideen entwickelt, sich dabei jeweils einem Bereich der Diversity genähert. Behinderung war das Thema der Gruppe, die als erste ihre Ergebnisse unter anderem mit einem Plakat auf der „Wäscheleine der geilen Ideen“ vorstellte.

Führungen mit anschließender Jobbörse für Behinderte

Eine Kooperation zwischen den Göttinger Werkstätten und Sartorius würden sie auf die Beine stellen. Regelmäßige Führungen durch das Unternehmen mit anschließender Jobbörse sollen den Behinderten einen direkten Kontakt verschaffen. Zu klären wären unter anderem Fragen, nach entsprechenden Arbeitsplätzen und der Arbeitssicherheit.

Gruppe zwei hat sich mit dem Thema Geschlecht beschäftigt und schlug einen Aktionstag vor. Zunächst solle dafür das Geschlechterverhältnis auf den Führungspositionen im Unternehmen analysiert werden. Neben Videos von Frauen und Männern die Karriere gemacht haben, soll es Trainings zu verschiedenen Themen geben: Gehaltsverhandlungen, Bewerbungen, Familie und Beruf.

„In diesem Paket stecken folgende Nationalitäten“

In Gruppe drei wurde ausführlich über das Thema ethnische Herkunft und Nationalität diskutiert. Eine erste Idee: Dort, wo Produkte verpackt werden, kleine Karten mit der Aufschrift „In diesem Paket stecken folgende Nationalitäten“ mit einzupacken. Und so auf die Menschen hinzuweisen, die in der Verpackung arbeiten.

In der Feedback-Rund zeigten sich die Teilnehmer alle begeistert. „Interaktiv, informativ und lustig“ sei es gewesen und „total cool“. Eine Teilnehmerin sagte, „sie gehe hier voller Energie raus“, eine andere zeigte sich begeistert, „dass wir aus den Unternehmen gemischt in den Gruppen waren“.

Das Projekt „Diversity Challenge“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.

Bewerben können sich die Teams bis 30. Juni 2018 unter diversity-challenge.de. Interessierte könne ihre Fragen per E-Mail unter fragen@diversity-challenge.de oder unter der Telefonnummer 030/288 8378 80 stellen.

Von Christiane Böhm

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