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Göttingen Workshops gegen sexuellen Missbrauch in Göttingen
Die Region Göttingen Workshops gegen sexuellen Missbrauch in Göttingen
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21:12 29.06.2015
Foto: Arbeitet mit den Schülern am Körperpuzzle: Iris Laskowski (Mitte) von Pro Familia.
Arbeitet mit den Schülern am Körperpuzzle: Iris Laskowski (Mitte) von Pro Familia. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

„Nein“ sagen – das ist etwas, das die Grundschulkinder der vierten Klassen lernen sollten.

„Niemand darf euch berühren, wenn ihr das nicht wollt“, erklärte Iris Laskowski von Pro Familia den Kindern beim Körperpuzzle: In Gruppen haben die Schüler einen Körper zusammengebaut und Körperstellen benannt. Denn das Wissen um den eigenen Körper ist wichtig, um zu wissen, wann man Stop sagen sollte, sagt Laskowski.

Für die Kinder ist das ein spielerischer Weg, um für das schwierige Thema sexueller Missbrauch sensibilisiert zu werden - genau wie Rollenspiele zum Thema Gefühle oder das Quiz am Glücksrad zum Abschluss. Und das kommt an: „Erste Station waren das Rollenspiel zu Gefühlen“, erzählt Tim.

„Das war richtig cool.“ Findet auch der neunjährige Jacob, „Obwohl wir vieles auch schon im Sexualkundeunterricht hatten.“ Wiederholung schadet aber bekanntlich nicht, zumal es für Kinder auch eine hohe Hürde bedeute, sich jemandem im Falle eines sexuellen Missbrauches anzuvertrauen. „Ein Kind sagt nicht sofort Bescheid. Das braucht Zeit“, erklärt Sozialpädagogin Laskowski.

Daher bleibt es auch nicht bei diesem einmaligen Termin. Begleitend gab es einen Informationsabend für die Eltern und eine Fortbildung für die Lehrkräfte, um in Zukunft sofort reagieren zu können, wenn sich bei einem Kind Anzeichen eines Übergriffes zeigen. Zudem wird es noch eine weitere Sprechstunde der Sozialpädagoginnen von Pro Familia in der Albanischule geben.

Von Benjamin Köster