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Göttingen Zahl der Langzeitarbeitslosen steigt wieder
Die Region Göttingen Zahl der Langzeitarbeitslosen steigt wieder
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19:01 13.06.2013
Quelle: dpa
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Göttingen

Mit 13 472 erwerbsfähigen Leistungsbeziehern in 10 134 sogenannten Bedarfsgemeinschaften ist im Mai wieder ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Der Landkreis als Optionskommune zuständig für Langzeitarbeitslose will mit verstärkten Ausbildungsanstrengungen speziell für 25- bis 35-Jährige ohne Berufsabschluss gegensteuern. Ein neues Programm „Chancen und Wege“ richtet sich an Alleinerziehende.

„Es ist die klare Botschaft, für Ausbildung ist es nie zu spät“, so Landrat Bernhard Reuter (SPD). So hätten beispielsweise zwei über 50-Jährige den Einstieg als Altenpfleger geschafft. Teilweise gebe es bereits Fachkräftemangel.

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Problem durch Eingliederungsbudget

Ein Problem ist das durch den Bund stark gekürzte sogenannte Eingliederungsbudget. Dem Landkreis stehen jetzt nur noch 8,1 Millionen Euro zur Verfügung. Vor einigen Jahren waren es noch 19 Millionen Euro. „Aus meiner Sicht völlig unverantwortlich“, erklärt Reuter. Für Folgemaßnahmen sei das Geld nicht mehr da, erste Erfolge würden so verspielt.

Positive Bilanz für 2012

Für 2012 zieht der Landkreis eine positive Bilanz. Nach Anfangsschwierigkeiten stünden die Jobcenter des Landkreises auch im bundesweiten Vergleich jetzt gut da, so Reuter. Im vorigen Jahr sank die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten von 13 906 um 657 auf 13 249. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften reduzierte sich um 413 auf 10 075. 3842 Langzeitarbeitslose wurden dem Kreis zufolge in den ersten Arbeitsmarkt integriert.

Die Arbeitslosenquote bei Langzeitarbeitslosigkeit betrug 2012 im Landkreis 3,7 Prozent und lag damit besser als im Landes- und Bundesdurchschnitt (Niedersachsen: 4,3 Prozent, Bund: 4,5 Prozent).

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