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Göttingen Zoll entdeckt Paket mit Nazi-Kultgegenständen
Die Region Göttingen Zoll entdeckt Paket mit Nazi-Kultgegenständen
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18:06 20.03.2019
x-default Der Zoll hat im Februar 2019 ein Paket mit NS-Devotionalien abgefangen Quelle: Zoll
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Göttingen

Mit einer Röntgen-Durchleuchtung waren die Beamten der Göttinger Außenstelle des Hauptzollamts Braunschweig dem Handel mit Nazi-Gegenständen auf die Spur gekommen. Das Paket war aus Polen an eine Adresse im Harz geschickt worden.

In dem Paket befanden sich neben einem SS-Messer und einem SS-Mitgliedsausweis fast ein Dutzend Orden und Abzeichen wie auch mehrere Hinweisschilder aus dem „Dritten Reich“. Der Fall ist eher ein Zufallsfund, teilt das Hauptzollamt weiter mit: „Innereuropäische Post wird vom Zoll stichprobenweise kontrolliert.“ Dafür steht der Kontrolleinheit des Zolls in Göttingen eine mobile Röntgenanlage zur Verfügung, mit der auch Pakete wie Koffer durchleuchtet werden können.

Paket aus Polen

Bei dem NS-Interessenten im Harz wird das Paket daher nie ankommen. Anstatt der Nazi-Devotionalien wird dem Empfänger nun vermutlich Post mit kritischen Nachfragen zugestellt, erklärt Zoll-Pressesprecher Andreas Löhde: Die weiteren Ermittlungen habe die Staatsanwaltschaft Göttingen übernommen.

„Man liest ja manchmal von Kriegspost, die mit jahrzehntelanger Verspätung noch zugestellt wird. Hier ist das nicht der Fall: Das Paket wurde erst vor kurzer Zeit aus der Republik Polen auf den Weg in den Harz geschickt“, kommentiert Löhde den Erfolg seiner Kollegen.

Ermittlungstaktische Verzögerung

Die Kontrolle fand bereits am 27. Februar dieses Jahres statt. „Von einer vorherigen Veröffentlichung“, erklärt Zoll-Sprecher Löhde, „wurde aus ermittlungstaktischen Gründen abgesehen.“

Ob der Vorgang überhaupt strafbar ist, muss nun die Staatsanwaltschaft klären. Der reine Besitz solcher Gegenstände ist jedenfalls nicht strafbewehrt. Und auch der Handel damit ist noch straffrei, sofern nationalsozialistische Kennzeichen wie Hakenkreuz oder SS-Runen abgeklebt oder verborgen sind.

Von Matthias Heinzel

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