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Göttingen Abgase und Müll im Naherholungsgebiet
Die Region Göttingen Abgase und Müll im Naherholungsgebiet
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00:22 08.09.2018
Göttinger Tageblatt Quelle: gt
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Göttingen

Der Autoverkehr am Kehr habe sehr stark zugenommen, beschreibt Hahne ihre Beobachtungen. Besonders an schönen Wochenenden sei alles zugeparkt. Durch den zunehmenden Autoverkehr seien die Erholungssuchenden am Kehr zu vielen Abgasen ausgesetzt, zumal die Bänke zur Erholung zum Teil an der Straße stehen. Hahne fordert die Besucher auf, ihr Auto stehen zu lassen und stattdessen die Buslinie 73 zur Anreise zu nutzen. Das schone die Umwelt und sorge für einen höheren Erholungswert im Naherholungsgebiet.

Startpunkt

Der Bereich am Kehr ist ein Startpunkt für das angrenzende Naherholungsgebiet mit dem Naturschutzgebiet Kerstlingeröder Feld und dem Hainberg als Landschaftsschutzgebiet, erklärt Göttingens Sprecher Dominik Kimyon. Der Bereich am Kehr selbst liege nicht im Landschaftsschutzgebiet. Dort seien Parkplätze für Besucher ausgewiesen. In dem Bereich gibt es Geschwindigkeitsbegrenzungen, Durchfahr- und Halteverbote zur Regelung des Individualverkehrs. Das Kerstlingeröder Feld und der Hainberg seien im Sommer und im Winter beliebte Ziele der Göttinger, die entsprechend erreichbar sein müssen. „Daher wird der Kehr auch im Rahmen eines Probelaufes im Sommer an den Wochenenden mit der Linie 73 stündlich angefahren, was gut angenommen wird“, berichtet der Stadtsprecher. Über den möglichen Dauerbetrieb werde die Politik demnächst zu entscheiden haben. Eine Reduzierung der Parkplätze sei nicht vorgesehen.

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Der Autoverkehr ist nach Hahnes Angaben aber nicht das einzige Problem in dem Bereich. Sie habe beobachtet, dass verstärkt Zigarettenkippen und anderer Müll weggeworfen werden. Doch nicht nur in Göttingen gibt es Probleme in Naherholungsgebieten. Am Wendebachstausee sei eine Sperre eingebaut worden, um zu verhindern, dass dort Lkw abgestellt werden, berichtet zum Beispiel Manfred Kuhlmann (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Gleichen.

Erwachsene als Verursacher

Am Seeburger See gab es vor allem Park- und Müllprobleme, als der neue Spielplatz in Betrieb genommen wurde. „Die Leute sollen ihren Müll wieder mitnehmen“, bittet Manfred Raabe. Er gehört zur „Rentnertruppe“, wie Gemeindebürgermeister Martin Bereszynski (CDU) sie nennt. Diese Gruppe kümmert sich um die Flächen in der Gemeinde. Besonders im Bereich des Spielplatzes liegen immer noch regelmäßig Getränkebehälter, Taschentücher, Zigarettenschachteln und Kippen. „Manche stellen sogar Plastiksäcke mit Müll ab“, erzählt Raabe. Hinzu komme, dass auch Erwachsene die Spielgeräte nutzen, so dass die Feder an der Seilbahn bereits dreimal habe ausgewechselt werden müssen.

Auch in Duderstadt bleibt die Diskussion um Müll und Vandalismus in den Naherholungsbereichen Stadtwall und LNS-Gelände bestehen. „Es gibt mehrere beschädigte Bänke auf dem Wall, die zum Teil angesägt wurden“, hat beispielsweise Peter Palmai bei seinen morgendlichen Touren entdeckt. Darüber hinaus habe er nach 200 Hundehaufen aufgehört zu zählen, sei aber noch lange nicht am Ende angekommen.

Von Rüdiger Franke

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