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Göttingen Zurückdenken an Waschbrett und Kirschentsteiner
Die Region Göttingen Zurückdenken an Waschbrett und Kirschentsteiner
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19:43 02.09.2009
Bieten Erinnerungstruhe an: Sonja Girod (links) und Ursula Kayser.
Bieten Erinnerungstruhe an: Sonja Girod (links) und Ursula Kayser. Quelle: Theodoro da Silva
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Die große Wäsche per Hand und Waschbrett war nicht nur im Sommer eine schweißtreibende Angelegenheit. Nachdem die Hausfrau die Wäsche unter Einsatz ihrer vollen Körperkraft gesäubert hatte, kam sie nicht etwa in den Wäschetrockner. Auf meterlangen Leinen wurden Kleidungsstücke und Haushaltstextilien aufgehängt, die zuvor auch noch von einem Holzbrett abgewickelt und gespannt werden mussten.

Alltagsgegenstände

Waschbrett und Wäscheleine gehören zu den Gegenständen, die in der Erinnerungstruhe ausgeliehen werden können. Es gibt viele andere Alltagsgegenstände, darunter etwa einen Kirschentsteiner, „diese Geräte sind seit den 1930er Jahren in Benutzung“, sagt Ursula Kayser, die für die Erinnerungstruhe Haushaltsgegenstände aus der Zeit von 1920 bis 1960 zur Verfügung gestellt hat. Die Sammlerin bestückte in Zusammenarbeit mit dem Städtischen Museum bereits eine Ausstellung „In Frauenhand“, in deren Mittelpunkt historische Handtaschen standen.

Mit dem Angebot der Erinnerungstruhe wollen Kayser und Museumsvolontärin Sonja Girod jetzt vor allem Menschen ansprechen, die den Weg in den Ritterplan selbst nicht mehr antreten können: Göttinger Senioren. Wer mit älteren Menschen über ihre Vergangenheit, Erlebnisse und Alltagsleben ins Gespräch kommen möchte, kann die Erinnerungstruhe mit Gegenständen selbst bestücken und bis zu sechs Tagen ausleihen. „Wir haben schon Anfragen aus Seniorenstiften“, berichtet Girod.

Die Erinnerungstruhe kann unter Telefon 05 51 / 400 28 45 oder -43 bestellt werden.

Von Katharina Klocke