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18:42 31.05.2017
Von Britta Eichner-Ramm
„Rauchen kostet. Nichtrauchen kostet nichts!“ Unter diesem Motto hat am Mittwoch der Weltnichtrauchertag gestanden.  Quelle: Wenzel
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Göttingen

Ein Monat Nichtrauchen, heißt es auf der Schautafel mit der Überschrift „Ersparnisrechner“, entspreche einer Familien-Jahreskarte für den Zoo in Hannover, zwei Wochen Nichtrauchen entspricht einer Woche Urlaub auf Kreta. Mit plakativen Hinweisen wie diesen, oder auch mit markanten Aussagen, die in der Westhalle des Klinikums auf den Boden geklebt worden waren, zielten die Veranstalter auf Aufmerksamkeit. Und tatsächlich blieb mancher an den Boden-Plakaten stehen, um über die Hinweise nachzudenken. Zum Beispiel auch über das Motto des Tages: „Rauchen kostet. Nichtrauchen kostet nichts.“

Die Motivation, mit dem Rauchen aufzuhören, sagen die UMG-Betriebsärzte Dieter Müller und Kai Stamer, sei ebenso unterschiedlich, wie die Möglichkeiten, zum Nichtraucher zu werden. Müller zum Beispiel hörte bereits während des Studiums mit dem Rauchen auf. „Ich fand es irgendwann nervig, immer gucken zu müssen, ob man noch genügend Zigaretten hat.“ Stamer fasste an Silvester 1993 den Entschluss, zum letzten Glimmstängel zu greifen. „Das hat geklappt,“ versichert er. Was seine schwangere Frau und er seinerzeit in das Glas mit dem gesparten Geld getan hätten, so Stamer, habe für die Erstausstattung des Kindes gereicht.

Bei manchem Raucher müsse es im Kopf „klick“ machen, weiß auch Angela Leinhos von der Nichtraucher-Arbeitsgemeinschaft an der UMG, der neben den Betriebsärzten auch die Suchtbeauftragte Ilona Carl, Anna Luwig von der Raucherentwöhnungsambulanz oder auch Vertreter von Personalrat angehören. UMG-Mitarbeiter, die mit dem Rauchen aufhören wollen, würden dabei unterstützt, versichern Leinhos, Luwig und Carl. Zahlen, wie hoch der Anteil rauchender Mitarbeiter am UMG ist, können sie nicht nennen. Einig sind sie sich aber, dass der Anteil beim Pflegepersonal „überproportional“ sei. Stress und Schichtdienst seien häufig auch Gründe, die Raucher während der Beratungen nennen würden.

Am Weltnichtrauchertag sollten neben vielen Informationen unter anderem auch Tests des Lungenvolumens Argumente fürs Aufhören liefern. Oder eben der Ersparnisrechner.