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19:51 20.02.2019
Amtseinführung des neuen Anstaltsleiters der JVA Rosdorf: Klaus-Dietrich Janke, hier mit Dr. Stefan von der Beck, Staatssekretär im niedersächsischen Justizministerium.
Amtseinführung des neuen Anstaltsleiters der JVA Rosdorf: Klaus-Dietrich Janke, hier mit Dr. Stefan von der Beck, Staatssekretär im niedersächsischen Justizministerium. Quelle: Foto:
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Rosdorf

„Ein äußerst befähigter, hochmotivierter und vielseitig einsetzbarer Mitarbeiter“: Dieses Lob habe regelmäßig in den Beurteilungen von Klaus-Dietrich Janke gestanden, berichtete am Mittwoch der Staatssekretär im niedersächsischen Justizministerium, Stefan von der Beck, bei der Amtseinführung des neuen Leiters der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rosdorf. 27 Jahre lang war Janke im Justizministerium in Hannover tätig, stieg dort vom Sozialinspektor zum Ministerialrat auf. Dann fand er es an der Zeit, sich noch einmal einer neuen Herausforderung zu stellen. Seit Mitte November leitet der 61-Jährige die JVA Rosdorf. Er wurde damit Nachfolger von Regina Weichert-Pleuger, die bereits Anfang November die Leitung der JVA Sehnde übernommen hatte.

Seit 1991 im Justizministerium

Janke hinterlasse eine große Lücke im Ministerium, sagte der Staatssekretär, der in Vertretung für die erkrankte Justizministerin Barbara Havliza die Amtseinführung vornahm. Im Ministerium sei Janke viele Jahre der Experte für die Finanzen und „Haushälter“ für den niedersächsischen Justizvollzug gewesen.

Ursprünglich hatte Janke soziale Arbeit studiert, war dann im Landesjugendamt und als Bewährungshelfer tätig gewesen. Ab 1982 war er in der JVA Hildesheim tätig, um Erfahrungen mit der Resozialisierung von Strafgefangenen zu sammeln. Nach einem weiteren Studium der Betriebswirtschaft war er erneut als Bewährungshelfer tätig, ehe er 1991 ins Justizministerium wechselte.

Bessere Anbindung an den ÖPNV

Mit der JVA Rosdorf habe er ein „wohl bestelltes Haus“ übernommen“, sagte Staatssekretär von der Beck. Seine Vorgängerin Weichert Pleuger habe große Herausforderungen bewältigt, unter anderem den Umzug der Sozialtherapie von Bad Gandersheim und den Neubau der Unterbringung für Sicherungsverwahrte. Der Staatssekretär kündigte an, dass die Landesregierung in diesem Bereich demnächst eine Gesetzesänderung auf den Weg bringen werde. Ähnlich wie in anderen Bundesländern sollten Sicherungsverwahrte künftig nur noch einmal im Quartal statt wie bisher einmal im Monat Ausgang haben.

Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg versprach, dass man versuchen wolle, dem Wunsch der scheidenden JVA-Leiterin Regina Weichert-Pleuger nach einer besseren Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr nachzukommen. Auch von der polnischen Partneranstalt Czarne waren mehrere Vertreter nach Rosdorf gekommen. Regionaldirektor Oberst Jacek Wisniewski wünschte dem neuen JVA-Leiter und den 254 Mitarbeitern, dass sie „immer mit einem Lächeln die Anstalt betreten“, weil ihnen die Arbeit Spaß mache.

Janke selbst sprach von einer „großen Ehre und Verantwortung“, die ihm zuteil geworden sei. Seine Vorgängerin Regina Weichert-Pleuger habe sich mit ihrer erfolgreichen Arbeit großen Respekt und Anerkennung erworben und die Messlatte auf ein hohes Niveau gehoben. Die JVA Rosdorf sei einer der sichersten Anstalten in Niedersachsen. Sie sollte gleichzeitig auch „modern, offen, transparent, zielorientiert und gut vernetzt“ sein.

Von Heidi Niemann

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